Die Freie Universität (FU) bewirbt sich als "Internationale Netzwerk-Universität". Sie will unter diesem Titel ihre Stärke ausbauen: die internationale Ausrichtung, sowohl bei den Fächern als auch den Kooperationen. Drei Zentren steuern die Arbeiten auf den Gebieten der Cluster-Entwicklungen, der Graduiertenstudien und des internationalen Austauschs. Letzteres soll etwa die Dependancen der FU im Ausland koordinieren. Die Büros sollen für die FU werben und Studenten sowie Wissenschaftler gewinnen. Das Zentrum für Cluster-Entwicklungen wiederum hat die Aufgabe, die internationale Forschung zu beobachten, neue Themen zu finden und Förderquellen zu erschließen.Die Dahlem Research School (DRS), erst im Juli feierlich eröffnet, soll neuer zentraler Anlaufpunkt für den wissenschaftlichen Nachwuchs sein. Verschiedene Fächer werden unter ihrem Dach vernetzt, um die interdisziplinäre Kommunikation zu fördern. Eine feste Informationsbörse, regelmäßige Treffen junger Doktoranden, eine "Mehr-Fach-Betreuung" durch Forscher verschiedenen Disziplinen - all das gehört zum neuen Konzept der Graduiertenstudien. Darüber hinaus hat die FU in den letzten Monaten viel getan, um ihr Profil auszuprägen, auch als internationale Campus-Universität im Grünen. Die bereits abgeschlossene Sanierung des Henry-Ford-Baus (siehe Foto), die Planung eines neuen Gebäudes für die kleinen Fächer und die Errichtung eines neuen Konferenzzentrums mit Hotel sind Beispiele dafür.Um die fachliche Vernetzung voranzutreiben, wurde das Center for Area Studies ins Leben gerufen. Es wurde Ende 2006 als Plattform für die FU-Regionalinstitute gegründet und soll die Kompetenzen des John-F.-Kennedy-Instituts, des Lateinamerika- und des Osteuropa-Instituts bündeln, aber auch Forschungen zu anderen Regionen, etwa zu Ostasien oder dem Vorderen Orient.In diesem Zentrum sollen sich Forscher in Foren oder Projekten austauschen. Dabei geht es etwa um die Erfahrungen mit der Globalisierung in verschiedenen Teilen der Welt, den wachsenden Einfluss Chinas, um Überalterung oder Migration. Auch Historiker, Wirtschaftswissenschaftler oder Politologen sollen sich beteiligen. (har.)------------------------------Foto: Der Henry-Ford-Bau wurde im April nach seiner Sanierung wiedereröffnet.