Vier Wochen vor dem Start in die neue Saison der Fußballbundesliga hofft Hertha BSC noch auf weitere Kartenbestellungen - und hat Ärger mit den neuen silberfarbenen Trikots.Für das Olympiastadion, das seit Anfang Juli umgebaut wird, sind bereits 13 000 Dauerkarten verkauft. Ein großer Stapel an Bestellungen sei noch zu bearbeiten, sagte Hertha-Sprecher Hans-Georg Felder. In der vergangenen Saison verkaufte der Fußballklub vor dem ersten Spiel 25 000 Dauerkarten. Das sei "kaum zu toppen", sagte er. Trotz der Umbauarbeiten im Stadion soll es pro Spiel 55 000 Sitzplätze geben. Das hat die Bauverwaltung garantiert.Für Unmut sorgt in Fan-Kreisen nicht nur der Verlust der angestammten Fanblock-Plätze in den Bereichen P, Q und R, sondern vor allem der Trikotwechsel des Bundesligisten. Das silbergraue Nike-Leibchen löst nach vielen Jahren erstmals die blau-weißen Traditions-Hemden ab. Hertha-Blau ist nur noch die Hose. Lediglich durch die Bündchen erinnert das Hemd noch an vergangene Zeiten.Als "Lappen" beschimpft Helmut Friberg vom Fanklub Oberring das Kleidungsstück. Was das Grau noch mit Hertha zu tun haben soll, ist ihm schleierhaft. Das blau-weiß längs gestreifte Trikot vom vergangenen Jahr gefällt ihm am besten. Das sei noch Tradition aus den 60ern und 70ern. Auch andere Fans, die Friberg zum neuen Oberteil der Hertha gesprochen habe, seien seiner Meinung: "Das wird n Flop." Vom Hertha-Sprecher Felder hieß es, dass unter anderem die Reichstags-Verhüllung 1995 zur Farbauswahl animiert habe. Zudem passe Silber gut als "Millenniums-Shirt" im Jahr 2000.Seit gut einer Woche sind die Trikots für 129,95 Mark im Handel erhältlich. Fan-Shop-Verkäuferin Renée Zocht gibt zu: "Die blau-weiß gestreiften haben sich früher besser verkauft." Einige tausend Stück wurden jeweils in den Vorjahren verkauft. In diesem Jahr sieht es noch nicht danach aus. Bei Hertie in Neukölln konnten in der ersten Verkaufswoche gerade mal zwei Shirts an den Fan gebracht werden. Der Kundenservice von Niketown gibt sich eher verschwiegen. Die begehrtesten Spielertrikots seien die von Beinlich, Wosz und Deisler. Zur Farbenwahl wollte man sich nicht äußern.Auf der Hertha-Homepage wurde das neue Trikot offen kritisiert. "Es sind immer dieselben fünf Querulanten", sagte Hertha-Sprecher Felder. Der Nörgel-Treffpunkt ist jetzt allerdings abgeschaltet. Der Grund dafür seien "Umbauarbeiten am Internetauftritt".INFO // Saisonbeginn ist am 12. August gegen FC Bayern München.Einzeltickets sind von 13 bis 75 Mark erhältlich.Die normale Dauerkarte beinhaltet alle 17 Bundesliga-Heimspiele sowie das erste Uefa-Cup-Heimspiel. Preise je nach Block zwischen 199 und 1 199 Mark.Bei der Premiumkarte bucht man alle 17 Bundesliga-Heimspiele sowie sämtliche Heimspiele im Uefa-Cup und im DFB-Pokal.Ticket-Hotline: 01805/437842 Weitere Infos im Internet unter: www. herthabsc. de // Fast in jeder Fußball-Saison hat Hertha BSC in der Vergangenheit ein neues Trikot vorgestellt. Dabei gibt es auch noch zwei Ausführungen: für die Spiele im Berliner Olympiastadion und für die Auswärtsspiele. Der Wechsel wir unter anderem auch dadurch nötig, weil sich von Saison zu Saison mitunter der Hauptsponsor geändert hat. Ein Logo der entsprechenden Firma tragen die Spieler auf der Vorderseite ihres Hemdes. Im vergangenen Jahr wurden tausende Trikots an die Fans des Vereins verkauft. // ULLSTEIN 1931: Hertha-Idol Hanne Sobek beim Meisterschaftssieg gegen 1860 München.

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