Brüssel - Das Europäische Parlament wünscht ein Ende des Pendelns zwischen Straßburg und Brüssel. Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Europaabgeordneten am Mittwoch für einen festen Parlamentssitz ausgesprochen. Wo dieser sein soll ließen die Abgeordneten aber offen.

„Beides sind gute Tagungsorte“, sagte der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber und betonte die Grundsätzlichkeit des Beschlusses. „Das Europäische Parlament braucht endlich das Recht, über seinen Sitz selbst zu entscheiden. Unser Hauptziel ist, die Kosten zu verringern, die derzeit durch mehrere Tagungsorte anfallen. Da können sich auch die EU-Staaten nicht aus der Verantwortung stehlen“, sagte Weber der Berliner Zeitung. Der Grünen-Abgeordnete Gerald Häfner erklärte, das Votum sei von „historischer Bedeutung für die europäische Demokratie“. Es gehe um „die wichtigste Frage jeder Demokratie: Wer hat das Sagen? Die Regierungen oder die Bürger und ihre gewählten Vertreter?“

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