Insgesamt 26 Festnahmen und 17 leicht verletzte Polizisten – das ist die Bilanz der Polizei nach dem Fußballspiel Hertha BSC gegen SV Werder Bremen. Zahlreiche Fans aus dem Norden hatten sich am Sonntag heftig danebenbenommen.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatten zunächst zehn vermummte Bremen-Fans kurz nach Spielbeginn illegal Pyrotechnik angezündet. Sie versteckten sich dabei hinter zusammengehaltenen Transparenten. Während des Spiels sei es im Gästeblock  dann zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Ordnern gekommen, die die Zugänge und Treppen zum Block frei halten wollten.

Als Polizisten einer Einsatzhundertschaft einrückten, um die Situation zu klären, wurden laut Polizeisprecherin zwei Beamte von Randalierern verletzt. Vier weitere wurden durch einen Fußballfan mittels einer Fahnenstange verletzt. Er wurde in der Halbzeitpause festgenommen, als er auf Toilette gehen wollte.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs

Nach Spielende nahmen Polizisten wiedererkannte mutmaßliche Straftäter fest. Dabei kam es zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen Bremen-Fans und der Polizei.  Laut Polizeisprecherin wurden weitere elf Beamte verletzt. So seien Beamte auf dem Coubertinplatz angegriffen worden. „Es gab durch die Bremen-Anhänger gezielte Tritte in den Unterleib der Einsatzkräfte“, berichtete ein Beamter am Montag.

Gegen die vorübergehend Festgenommenen leitete die Polizei Ermittlungsverfahren unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung sowie Hausfriedensbruchs und Landfriedensbruchs ein. Die leicht verletzten Polizisten konnten im Dienst bleiben. Insgesamt waren 280 Beamte im Einsatz.