Kos - Und dann hat es auch noch gebrannt, weil einer der Afrikaner beim Essenkochen nicht aufgepasst hat. Als wäre nicht alles schon schlimm genug. Der Rasen war ausgetrocknet, seit Wochen war kein Regentropfen gefallen. Der Mann aus Mali hatte mit Palmwedeln Feuer gemacht, und der Wind hatte die Glut überall verteilt. Die Wiese brannte lichterloh, einige Hütten gingen in Flammen auf, ein paar der mächtigen Palmen. Die Feuerwehr musste kommen und löschen, sonst wäre die ganze Gegend abgebrannt. Aber das Hotel steht noch.

Das war Dienstagabend. Das Hotel ist kein Hotel, es ist ein Slum. Früher hieß es Captain Elias, und die Leute nennen es immer noch so. 200 Gäste konnte es aufnehmen. Heute hausen hier 800 Flüchtlinge, vielleicht auch 1000, wer weiß das schon so genau auf Kos. Afghanen, Afrikaner, Pakistani. Sie haben sich selbst das Hotel aufgeteilt: links die Pakistani, rechts die Afrikaner. So kommt es nicht zum Krach.

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