Rom - Sie haben sich die Münder zugenäht. Dreizehn junge Männer, vor Monaten gelandet auf der Insel Lampedusa. Sieben von ihnen haben es schon zum zweiten Mal getan: Mit einer Nadel haben sie sich das weiche, empfindsame Fleisch ober- und unterhalb der Lippen durchstochen, dann haben sie Stofffäden durch die blutenden Löcher gezogen. Wie verzweifelt muss man dafür sein? Nun liegen sie auf ihren schmalen Betten, die Münder geschwollen, die Augen gerötet, die Körper geschwächt. Fast eine Woche schon sind die dreizehn jungen Marokkaner im Hungerstreik.

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