Holot - Sand und Geröll, so weit das Auge reicht. Man braucht Spürsinn, um das Internierungslager für afrikanische Flüchtlinge tief im israelischen Negev überhaupt zu finden. Mitten in der Wüste erstrecken sich lange Reihen flacher Baracken. Einige sind gelb und rot abgesetzt. An dem uniformen Bild ändert das nur wenig. Der triste Eindruck überwiegt, auch wenn die neuen Wellblechdächer silbern blitzen.

Der zweifach eingezäunte und mit Stacheldrahtrollen gesicherte Komplex namens Holot ist erst seit Dezember in Betrieb. Aber in wenigen Wochen ist das Lager schon in Verruf geraten. Zumindest unter den 53.000 Afrikanern, die in Tel Aviv und anderen israelischen Städten untergekommen sind, sowie ihren Unterstützern. Denn Holot ist konzipiert als Endstation vor der Abschiebung. Wer hier landet, kommt kaum mehr weg, es sei denn zurück, irgendwohin nach Afrika, womöglich gar in die Militärdiktatur Eritrea oder in den bürgerkriegsgeplagten Sudan.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.