Helmut Thomas, Pankow: Ist es rechtens, die Kosten für die Dachrinnenreinigung auf die Betriebskosten umzulegen?Frank Maciejewski: Nein, dazu gibt es übrigens eindeutige Entscheidungen des Landgerichtes Berlin. Ich nenne vollständigkeitshalber die Aktenzeichen, damit sich Mieter konkret darauf berufen können: Az. 67 S 347/91; Az. 64 S 75/94, Az. 64 S 237/94.Karin W., Mitte: Bei meiner Wohnungssuche bin ich in einer Zeitungsannonce auf das Kürzel RLvF gestoßen. Was ist eine solche Bescheinigung?Die Abkürzung steht für eine "Bescheinigung nach den Richtlinien über die Förderung des Miet- und Genossenschaftswohnungsbaus in Berlin durch vertragliche Vereinbarung" - kurz Wohnungen des 2. Förderweges. Derjenige kann in eine solche Wohnung ziehen, der eine öffentlich geförderte Wohnung dafür freimacht, einen monatlichen Verdienst hat, der die Einkommensgrenzen für Sozialwohnungen um nicht mehr als 130 Prozent übersteigt oder der eine Zustimmung der Investitionsbank Berlin hat. Das bezirkliche Wohnungsamt stellt diese Bescheinigung gegen eine Gebühr von 40 Mark aus.Matthias K. Köpenick: In unserem Viertel steht wie in jedem Frühjahr eine Entrümpelungsaktion bevor. Es hat sich in den Vorgärten und Ecken so allerhand angesammelt. Ich habe gehört, daß uns anteilmäßig die Kosten für die Sperrmüllabfuhr aufgebrummt werden sollen. Was rechtfertigt solche Umlagen?Es gibt eindeutige Urteile des Berliner Landgerichtes, die besagen, daß Sperrmüllabfuhr erst dann als Betriebskosten berücksichtigt werden dürfen, wenn der Vermieter beweisen kann, daß diese Kosten auch bei einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung laufend entstanden wären. Kann er die Verursacher ermitteln, was nicht minder problematisch ist, müßten diese die Kosten tragen. Gerd Maiwald, Wedding: Der Mieter über uns benutzt offenbar keinen Staubsauger. Er schüttelt seine Decken und kleinen Teppiche aus dem Fenster. Der Dreck fliegt in unsere Wohnung. Was kann man dagegen unternehmen?Erst einmal in Ruhe mit dem Mieter reden. Das Beste wäre eine gütliche Einigung. Nutzen die Gespräche nichts, und es ist eine schwerwiegende Immission (nicht zu verwechseln mit Belästigung) festzustellen, könnte im Extremfall ein Verbot ausgesprochen werden. Doch dafür muß man erst die Schwere der Immission nachweisen. +++