Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) hat am Sonntag den evangelischen Altbischof Martin Kruse mit der Stadtältestenwürde geehrt.Gemeinsam mit fünf weiteren Persönlichkeiten der Stadt nahm der 69jährige Kruse die Auszeichnung entgegen. Die neuen Stadtältesten hätten mit ihrem Engagement in hohem Maße Gemeinsinn bewiesen und sich in ihren Berufen um das Gemeinwesen verdient gemacht, erklärte Diepgen bei der Feierstunde. Stadtältester ist eine durch den Senat verliehene Ehrenbezeichnung für Bürger, die sich in hervorragender Weise um die Berliner Kommunalpolitik verdient gemacht und das 65. Lebensjahr vollendet haben. Wie Diepgen in seiner Würdigung betonte, habe Kruse mit seinem "versöhnenden Naturell Maßstäbe gesetzt im schwierigen Prozeß des Zusammenwachsens zwischen Ost und West". Vier weitere EhrungenZu den geehrten Berliner Bürgern gehört neben Kruse der frühere Kommunal- und spätere Bundespolitiker Werner Dolata, der ehemalige Bezirksbürgermeister von Steglitz, Klaus Friedrich, und der langjährige Senatsdirektor in der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales, Gerhard Naulin, der sich auch in zahlreichen Ehrenämtern für die diakonische Arbeit engagiert hat.Ausgezeichnet wurden zudem der frühere Chefdirigent des Berliner Symphonieorchesters Kurt Sanderling sowie Günter Straßmeir, der sich nach Diepgens Worten als Staatssekretär im Bundeskanzleramt und als Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin große Verdienste um die Wiedervereinigung erworben hat. (lo.)