Die ehemalige Gesundheits-Staatssekretärin Verena Butalikakis (CDU) hat ihr Abgeordnetenhaus-Mandat nach nur fünf Monaten niedergelegt. Für die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende rückt nun der Landesgeschäftsführer der Union, Matthias Wambach, ins Parlament nach. "Ich bin sehr betroffen", sagte Verena Butalikakis am Mittwoch. Die 45-Jährige wäre gerne Abgeordnete geblieben, aus finanziellen Gründen habe sie dafür aber keine Möglichkeit mehr gesehen. Die frühere Stadträtin und langjährige Staatssekretärin bekam nach ihrem Ausscheiden aus der Gesundheitsverwaltung zunächst drei Monate lang 100 Prozent ihres Gehalts in Höhe von rund 13 000 Mark als Übergangsgeld und anschließend fünf Jahre lang 75 Prozent. "Das sind rund 10 000 Mark brutto", sagte Butalikakis. Als Abgeordnete erhält sie jedoch nur 5600 Mark brutto pro Monat und zusätzlich eine Kostenpauschale in Höhe von rund 1 300 Mark. Die Senatsverwaltung habe sie nicht darauf hingewiesen, dass sie als Abgeordnete keinen Anspruch mehr auf die Versorgungsbezüge aus ihrer Beamten-Tätigkeit hat, sagt Butalikakis. "Ich habe zwei Kinder, ich kann mir den Verzicht auf die Versorungsbezüge finanziell nicht leisten", sagte die CDU-Politikerin. Wambach rückt nachIn den ersten Monaten als Abgeordnete war ihr das Übergangsgeld noch überwiesen worden, erst jetzt wurde die Unvereinbarkeit von der Verwaltung bemerkt. "Ich habe mich nun schweren Herzens gegen das Mandat entschieden", sagte Butalikakis. Sie habe noch keine Idee, was sie nun beruflich machen werde. Butalikakis war für den Schöneberger Abgeordneten Rüdiger Jakesch (CDU) nachgerückt, als dieser Staatssekretär bei Innensenator Eckart Werthebach (CDU) wurde. Damals hieß es in der Union, Jakesch müsse im Parlament Platz für Verena Butalikakis machen, weil diese nach ihrem Ausscheiden aus der Verwaltung keine anderen beruflichen Aussichten habe. (cri.)