Eigentlich war ja alles schon geplant gewesen beim SSC Teutonia 1899. Spätestens 1999, im Jahr des Vereinsjubiläums, sollte der Aufstieg in Berlins höchste Spielklasse, die Verbandsliga, gelingen. Doch durch den Weggang der Höhlich-Brüder im Winter geschwächt, beendete Teutonia die Spielzeit auf Rang fünf. Und es ist kaum davon auszugehen, daß es in der nächsten Runde weiter nach oben geht.Eine ganze Reihe von Spielern verläßt den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Klub. Vier Kicker (Sascha Jakobeit, Markus Schindelhauer, Arnfried Schmidt und Torwart Daniel Kujath) gehen zurück zum SBC zu ihrem einstigen Jugendtrainer Uwe Berg. Uwe Fischer und Holger Plückhahn gehen zum SC Staaken. Ebenfalls auf dem Absprung: Thorsten Jänicke (Füchse II) und Lutz Picht (zurück nach Niedersachsen). "Richtig weh tun mir aber eigentlich nur die Weggänge von Kujath und Fischer", so Vereinschef Klaus Jannicke, "dennoch müssen wir wohl kleinere Brötchen backen. Vielleicht können wir nach der Winterpause wieder angreifen. Ich habe noch zwei Eisen im Feuer."Neu in Hakenfelde sind Marc Uhlmann, Sacha Janns und Keeper Stefan Weidlich (von Schwarz-Weiß), Christian Vogler und Christian Melde (vom SC Staaken), Matthias und Stefan Fischer (von Hellas NW) und aus dem Betriebssport der Polizist Danny Woyna.Neu ist auch, daß Präsidentensohn Rainer Jannicke nun Cheftrainer ist und Manfred Thome ablöst. Thome ist so etwas wie der Sportliche Leiter, soll außerdem die Verbindung zwischen Jugend- und Seniorenbereich verbessern. Außerdem übernimmt er als ehemaliger Klassekeeper das Torwarttraining.Aufbau für den Nachfolger"Mein Nachfolger Norbert Liß hat eine schlagstarke Truppe zur Verfügung", sagt Lutz Kirchhof. Er hatte dem SC Staaken noch die Truppe für die neue Saison zusammengestellt und dann wegen Diskrepanzen mit dem Förderverein den SCS verlassen (wir berichteten). Tatsächlich holte Kirchhof einige Spieler, deren Namen einen guten Klang in Spandaus Fußballszene haben. So etwa Libero Uwe Fischer, der wie Holger Plückhahn von Teutonia an den Kurzen Weg wechselt. Vom SC Gatow kommen Mario Rockstroh und der talentierte Murat Habelmann, von Schwarz-Weiß Bünyamin Taskaya, von Eintracht Südring Torwart Carsten Reinhardt.Fünf Spieler verließen den Klub: die beiden Özkan-Brüder Müffreze und Erkan sowie Christian Vogler, Torwart Andreas Werner und Christian Melde, der in der vergangenen Saison aber wegen einer Verletzung kaum gespielt hat. Die Leistungsträger konnten alle gehalten werden.Prunkstück dürfte das Mittelfeld sein mit Holger Trantow, Murat Habelmann, Wolfgang Kolczyk, der im Lauf der vergangenen Saison nach Staaken zurückgekommen ist, und Sven Martin. Martin war im letzten Jahr eher durch Ruppigkeiten und daraus resultierende Platzverweise als durch starke Leistungen aufgefallen und deshalb sogar eine Zeitlang aus dem Kader verbannt worden. Doch Kirchhof glaubt: "Der hat sich seine Hörner nun abgestoßen."