Am Brandenburger Tor sind mehr als 20 Flüchtlinge seit über einer Woche im Hungerstreik. Einige von ihnen haben es über Lampedusa nach Deutschland geschafft. Ihr Protest richtet sich gegen die deutsche – aber auch europäische Flüchtlingspolitik. Bei der Flüchtlingskatastrophe am 3. Oktober vor Lampedusa starben mehr als 360 Menschen. Es waren Menschen, die in ihren Herkunftsländern Krieg, Verfolgung und größte Not erlitten haben. Sie haben sich auf den Weg nach Europa gemacht in der Hoffnung, Sicherheit und Frieden zu finden, und haben das mit dem Leben bezahlt.

Das Massensterben der Flüchtlinge vor den Toren Europas muss endlich beendet werden. Mehr als 19 000 Flüchtlinge haben in den letzten 25 Jahren ihr Leben bei dem Versuch verloren, die Festung Europa zu überwinden – die meisten im Mittelmeer. Die Zeit ist reif für eine Flüchtlingspolitik, in der ein Menschenleben mehr zählt als die perfektionierte Grenzabschottung. Es ist empörend, wenn nun Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei den Aufnahmeverfahren keinen Änderungsbedarf sieht.

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