Wegen eines Kurzschlusses an einem Stromabnehmer musste am Sonnabendnachmittag ein Zug der U-Bahn-Linie U7 auf dem Bahnhof Kleistpark in Schöneberg geräumt werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde auch der Bahnhof vorübergehend geschlossen. Menschen waren jedoch nicht in Gefahr. Der Zugverkehr war zwischen Möckernbrücke und Berliner Straße für etwa 40 Minuten unterbrochen. "Es gab einen lauten Knall"Nach Angaben von Klaus Wazlak, einem Sprecher der BVG, war der Kurzschluss kurz vor der Einfahrt in den U-Bahnhof Kleistpark entstanden. "Es gab einen lauten Knall und danach starke Rauchentwicklung", sagte Wazlak. Die genaue Ursache für den Kurzschluss werde noch geprüft. Ersten Untersuchungen zufolge soll ein Gegenstand, der auf den Gleisen gelegen hatte, den Defekt verursacht haben. Dieser Gegenstand wurde jedoch bis zum Sonntagnachmittag nicht gefunden.Auch bei dem bisher größten Brand in der Geschichte der Berliner U-Bahn im Juli dieses Jahres soll ein Kurzschluss die Ursache gewesen sein. Damals war der letzte Waggon eines Zuges der U-Bahnlinie 2 auf dem Bahnhof Deutsche Oper vollständig ausgebrannt. Die etwa 350 Fahrgäste des Zuges mussten über Notausstiege in Sicherheit gebracht werden. Dabei erlitten 21 Passagiere Rauchgasvergiftungen. Der Bahnhof Deutsche Oper wurde bei dem Feuer so stark beschädigt, dass er für etwa acht Wochen gesperrt war. (fk.)