TEMPELHOF Vier Jahre nach ihrer Schließung wird die ehemalige US-Radaranlage am Diedershofer Weg in Marienfelde abgerissen. Unklar ist, was danach mit dem Gelände geschieht."Die Abrißarbeiten werden voraussichtlich Mitte Dezember beendet sein", sagt Tempelhofs Bürgermeister Wolfgang Krueger (CDU). Bezahlt wurde die Räumung dieses Erbes des Kalten Krieges vom Bundesfinanzministerium, das 1,7 Millionen Mark zur Verfügung stellte. In dieser Summe sind zudem laut Krueger etwa 300 000 Mark enthalten, die dem Bezirk als Erstattung seiner Unterhaltskosten wie Bewachung und Reparaturen zufließen. Die Bundeskasse enthält jedoch trotz Tempelhofer Bitten keine Mittel für die weitere Gestaltung des rund 45 000 Quadratmeter großen Geländes.Aus Sicht des Bürgermeisters wäre - wie im Flächennutzungsplan vorgesehen - eine Verlängerung des angrenzenden Freizeitparks wünschenswert, aber nicht machbar: "Die dafür nötigen Gelder werden wir auf absehbare Zeit nicht haben", bedauert Krueger. Sollte aus dem Geldtopf des Bundesfinanzministers nach Abrechnung des Abrisses noch etwas Geld übrig sein, werde man höchstens Gras ansäen können.Da eine öffentliche Finanzierung mittelfristig ausgeschlossen ist, hofft Krueger auf private Initiativen. Er verweist dabei auf das Beispiel des Lichtenrader "Volksparkvereins", der sich an der Groß-Ziethener-Straße engagiert habe: "Das ist eine schöne Grünanlage geworden." +++