JERUSALEM. Er hätte alle Ausreden gehabt, untätig zu bleiben. Als ägyptischer Arzt in Nazi-Deutschland steckte er selbst in einer misslichen Lage. Mohamed Helmy, geboren 1901 in Khartum, 1922 zunächst Medizinstudent und dann Urologe in Berlin, war vom Regime aus dem öffentlichen Dienst verbannt worden, weil er „kein Arier“ sei. Aus dem gleichen Grund war ihm und seiner deutschen Verlobten Emmy die Heirat untersagt. 1939 kam Helmy sogar mit anderen Ägyptern zeitweise in Arrest. Als einer, der kein Geheimnis daraus machte, dass er von der Nazi-Ideologie nichts hielt, musste er damit rechnen, unter verschärfter Beobachtung zu stehen.

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