Nach dem überraschenden Rückzug des Bundesvorsitzenden der rechtsextremen NPD, Holger Apfel, hat die Parteiführung dem 42-Jährigen nun den Parteiaustritt nahegelegt. Mit Befremden habe das Präsidium zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Begründung Apfels für seinen Rücktritt nur ein Teil der Wahrheit gewesen sei, ließ die NPD-Führung jetzt verlauten. „Weitergehende Vorwürfe, die Verfehlungen in der Vergangenheit betreffen, hat Apfel bislang nicht entkräftet“, heißt es in der Mitteilung der Partei. Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, solle Apfel die NPD verlassen.

Am vergangenen Donnerstag hatte Apfel überraschend mitgeteilt, sich von seinen Ämtern aus Krankheitsgründen zurückziehen zu wollen. Die soziale Stigmatisierung seiner Familie, also seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau und seinen drei Kindern, wegen seines NPD-Engagements, aber auch das Gefühl, unter einem „Burnout“ zu leiden, hätten zu seinem Entschluss geführt, hatte Apfel angegeben. Neben dem NPD-Bundesvorsitz wollte er auch die Fraktionsführung im sächsischen Landtag abgeben. Sein Landtagsmandat will der gelernte Verlagskaufmann aber vorerst behalten; im Herbst stehen die Landtagswahlen in Sachsen an.

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