Teilweise mißglückt ist die Sprengung der Schornsteine im stillgelegten Kraftwerk Schwarze Pumpe am Sonnabend: Nachdem zwei der jeweils 120 Meter hohen Schlote mittels 200 Kilogramm Sprengstoff ordnungsgemäß zu Boden gegangen waren, fiel der dritte Stahlbetonturm jedoch anders als geplant in das Maschinenhaus. Er beschädigte eine Heißwasserleitung zwischen der Brikettfabrik und dem neuen Braunkohlenkraftwerk in Schwarze Pumpe, einem Stadtteil von Spremberg (Spree-Neiße-Kreis). Daraufhin mußte die Brikettproduktion angehalten werden. Handwerker versuchten am Sonnabend und Sonntag, die kaputte Leitung zu reparieren. Die Brikettfabrik will am heutigen Montag ihre Produktion wieder aufnehmen, sagte der amtierende Betriebsleiter. Das Oberbergamt Brandenburgs untersucht derzeit, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Die übrigen fünf Schlote des ehemals größten Braunkohleveredelungskomplexes sollen bis Ende Juli fallen.