EIN EHRENWERTES HAUS, ARD. Streiche mit der versteckten Kamera gibt es auf allen Kanälen, doch in der neuen Comedy-Serie nach spanischem Vorbild werden die Opfer zu Bestandteilen einer absurden Choreographie. Ein achtköpfiges Komödianten-Ensemble erwartet den ahnungslosen Mitspieler in einer Münchener Villa. Dort widerfahren ihm Abenteuer, die sich schwerlich auf den Begriff "Alltagsmißgeschick" bringen lassen.Ein Teppichreiniger macht sich im Wohnzimmer der in der Villa ansässigen Familie zu schaffen. Ohne sein Zutun zerspringt eine wertvolle Vase. Hier würden die üblichen TV-Streiche unter schadenfrohem Gelächter enden. Doch das Comedy-Team treibt die Inszenierung weiter. Ein im Garten anlandendes Ufo hat die Vibrationen ausgelöst. Der überforderte Handwerker muß die Damen des Hauses beruhigen, Schutzkleidung anlegen und zu den Außerirdischen sprechen. Pflichtschuldig wiederholt er, was die vermeintliche Einsatzzentrale vorgibt: Der Satz "Wir stehen auf dem Boden der UN-Charta für Menschenrechte" erweist sich als linguistischer Stolperstein für den eifrigen Helfer, der den Befehl "Kopf- und Genitalbereich abdecken" noch problemlos umzusetzen vermag.Während man das "Verstehen Sie Spaß"-Opfer beim Scheitern beobachten kann, darf der Pechvogel neueren Typs über sich hinauswachsen auf der Grundlage seiner eigenen Gutgläubigkeit, was einen unbestreitbar komischen Effekt nach sich zieht. Die Mischung von kalkulierter Comedy und improvisiertem Heldentum funktioniert, leidet aber streckenweise unter Albernheit, nicht zuletzt durch gelegentliches Überagieren des Komödienpersonals.