Berlin - Eine 24-Stunden-Kraft im eigenen Heim ist für viele Menschen mit Pflegebedarf die bevorzugte Lösung. So können sie zu Hause leben und haben rund um die Uhr Unterstützung. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat kürzlich entschieden, dass diese Art Betreuung adäquat bezahlt werden muss – entsprechend den deutschen Standards. Tatsächlich erhalten die Kräfte, die häufig aus Ost- oder Südosteuropa stammen und bei Pflegebedürftigen leben, meist nur ein Gehalt, das unter dem Mindestlohn liegt. Seit dem BGH-Urteil herrscht Unsicherheit, wie sich eine solche Betreuung legal organisieren lässt.

Experten sprechen bei solch einer Vollzeitbetreuung von Live-in-Kräften, also Personen, die bei anderen Menschen wohnen und somit ständig präsent sind. Zur Betreuung zählt das Waschen, An- und Auskleiden der betreuten Person. Es kommen soziale Aufgaben wie gemeinsames Spielen oder Musizieren und Gespräche hinzu, aber auch Tätigkeiten im Haushalt wie putzen, kochen und einkaufen.

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