Berlin - Wann es angefangen hat, kann keiner von uns genau sagen. Im Frühjahr wurde mir klar: Meine Tochter ist magersüchtig. Es ist eine Krankheit, von der ich schon mal gehört hatte, über die ich jedoch nicht viel wusste. Ich las viel und fand heraus: Magersucht ist die Krankheit der Stunde, der Coronazeit. Schon Ende 2020 gab es Berichte darüber, dass viele Kinder- und Jugendpsychiatrien mehr Patientinnen und Patienten mit Magersucht melden, deren Krankengeschichten eines gemeinsam ist: dass sie in der Pandemie begonnen haben, in der der Alltag keine Struktur mehr hatte, in der Treffen mit Freunden fehlten. Das Fazit meiner Recherche: Eine Essstörung ist eine sehr ernstzunehmende, psychosomatische Erkrankung, die unbedingt einer psychotherapeutischen Behandlung bedarf. Meine Tochter ist 18, sie geht noch zur Schule, fühlte sich von einer eigenen Suche nach einem Therapieplatz überfordert. So begann ich mit der Suche.

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