Marie wurde ein Jahr alt, ein paar Tage später starb sie. 
Foto: Imago Stock & People

Oft werde ich gefragt, ob ich den schon mal was Schlimmes erlebt habe. Ich frage dann gern zurück, was denn mit „Schlimmes“ gemeint ist. Ja, ach, höre ich dann, so traurige Sachen, zum Beispiel ein Baby, das bei einer Geburt gestorben ist oder so. Die Frage zeigt, mit wie viel Angst die Geburt eines Kindes besetzt ist. Ich finde das ganz natürlich. Eine Geburt ist ein Ereignis, das unser Leben auf den Kopf stellt und das wir auch im 21. Jahrhundert nicht bis ins letzte Detail kontrollieren können.

Ich könnte jetzt über die vergangenen 100 Jahre der Geburtshilfe sprechen. Aus den Stammbäumen unserer Familien geht deutlich hervor, dass es noch nicht so lange her ist, dass der Tod eines Kindes während der Geburt nichts Ungewöhnliches war. Angst vor einer Geburt ist ein Zeichen von Respekt und Menschlichkeit.

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