Berlin - Antibiotika kennt man zum Beispiel von hartnäckigen Entzündungen: Wer je versucht hat, einer bakteriellen Infektion mit Hausmittelchen beizukommen, weiß diese Medikamente meist sehr zu schätzen. Aber ihr massenhafter Einsatz hat eine Kehrseite: die Entwicklung und Ausbreitung von Resistenzen bei Bakterien, sodass Antibiotika wirkungslos werden.

„Antibiotika, die unnötig gegeben werden, sind die große Gefahr“, sagt Tim Eckmanns, der am Robert-Koch-Institut in Berlin das Fachgebiet für Krankenhausinfektionen, Überwachung von Antibiotikaresistenzen und -verbrauch leitet. Experten sorgen sich, dass ausgerechnet die von einem Virus ausgelöste Pandemie die Resistenzentwicklung bei Bakterien befeuern könnte. Auch wenn es paradox klingt: Wohl ein großer Teil der Covid-19-Patienten bekam oder bekommt Antibiotika – teils reflexhaft, wie Kritiker sagen.

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