Atemnot, Fieber: Diese Pflanzen sollten Sie nicht anfassen

Bei gefährlichen Pflanzen denken die meisten zuerst an Gewächse, deren Früchte oder Blätter man nicht essen sollte, weil sie giftig sind. Doch auch wer nur durch Wiesen und Wälder streift, sollte vorsichtig sein. Eine kurze unachtsame Berührung mit manchen Pflanzen kann schon Ausschläge oder sogar brennende Quaddeln hervorrufen. Wir stellen die Exemplare vor, um die Sie beim Spaziergang besser einen Bogen machen sollten: 

Die Herkulesstaude ist eine Femme fatale

Eine echte Femme fatale unter den Pflanzen ist die Herkulesstaude alias Riesenbärenklau: Sehr schön, aber eben auch sehr gefährlich. Berührt man die krautige Pflanze mit den weißen Blüten, die in ihrer Anordnung an große Bärenklauen erinnern, kann es nicht nur zu einer juckenden Rötung, Blasen und Quaddeln kommen.

Pflanze kann Verbrennungen ähnelnde Quaddeln verursachen

„Die dadurch verursachten Hautveränderungen gleichen Verbrennungen 3. Grades“, schreibt Frank Angermüller in der Broschüre „Vorsicht Pflanze“ der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau. Der Grund: Die bis zu vier Meter groß werdende Staude enthält Furocumarine, phototoxische Stoffe, die bei Sonnenlicht schwere Hautreaktionen verursachen. „Diese heilen nur langsam ab und können Narben sowie Pigmentierungen hinterlassen.“, heißt es auf Waldwissen.net, einem Informationsportal, das unter anderem vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen (WUH) betreut wird.

Betroffene haben oft für Wochen mit nässenden Wunden zu kämpfen. Die Verletzungen sollten ähnlich wie Brandwunden behandelt werden. Am besten legt man einen kühlen Verband an und sucht einen Arzt auf. Außerdem sollte auf gar keinen Fall noch mehr Sonnenlicht auf die betroffenen Stellen scheinen.