Das Skigebiet Carezza in den Dolomiten. Gefahren wird auf Kunstschnee. Das ist mittlerweile die Norm in Südtirol. Auch in Deutschland und Österreich sind Naturschneegebiete in der Minderzahl, in der Schweiz machen sie höchstens noch die Hälfte aus. 
Foto: Laurin Moser/Carezza Ski

Welschnofen - Am Paulusberg im Erzgebirge mit der 200-Meter-Piste, auf der meine Kinder Ski fahren lernten, gingen die Schneekanonen an, sobald der Schlepplift abends den Betrieb einstellte. Klar, dachte ich, an manchen Stellen hatte schließlich schon am frühen Nachmittag das Gras herausgeguckt. In einem Winter halfen auch die Schneekanonen nur am ersten Tag, so kamen wir in das Suppenmuseum von Neudorf Sehmatal, tags darauf drehten wir Räucherkerzen. Vielleicht hat das Nachdenken damals angefangen. Und jetzt, nach zwei Dürresommern, den wöchentlichen „Fridays for Future“-Demonstrationen, nach den Klimagipfeln in Madrid und Davos, jetzt, in dieser Greta-Thunberg-Zeit, stellt sich eine grundsätzliche Frage: Fahren wir überhaupt noch? Oder gibt es einen Kompromiss zwischen der Verantwortung für die Umwelt und dem Glück, das es bedeutet, einen weißen Abhang hinunterzusausen?

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