Berlin - Sars-CoV-2 hat so etwas wie ein neues Level erreicht. Seit Dezember sind drei neue Varianten im Umlauf, die durch eine Reihe von genetischen Veränderungen (Mutationen) offenbar deutlich im Vorteil sind gegenüber den bisherigen Viren. Die neuen Varianten tragen die Bezeichnungen B.1.1.7, B.1.351 und P.1. Alle drei sind ansteckender als die bisher kursierenden Sars-2-Viren. Womöglich führen sie auch zu mehr tödlichen Verläufen, noch dazu könnten es B.1.351 und P.1 geschafft haben, dem nach einer durchgemachten Infektion oder Impfung aufgebauten Immunschutz zumindest teilweise zu entgehen. Sie könnten also Genesene erneut infizieren, Geimpfte erstmals. Variants of concern (VOC) – bedenkliche Varianten nennen Forscher sie daher. 

Das alles muss noch näher untersucht werden. Klar ist aber, dass diese drei Varianten sich überproportional schnell verbreiten und bisherige Virusvarianten verdrängen. Auf B.1.1.7 zum Beispiel wurde man in Großbritannien im Dezember aufmerksam und fand heraus, dass sie schon seit September dort vorkommt. Inzwischen dominiert die Linie im gesamten Vereinigten Königreich. Auch in Israel, Portugal, Belgien, den Niederlanden und Dänemark spielt B.1.1.7 eine rasch zunehmende Rolle. Südafrika hat ähnliches mit B.1.351 erlebt. Und im brasilianischen Bundesstaat Amazonas leidet die Hauptstadt Manaus derzeit unter einer verheerenden zweiten Welle – getrieben durch P.1.

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