Berlin - „Zurück zur Vernunft – keine medizinisch unbegründeten Tests“ – das fordert die Ärztekammer Berlin. „Die allgemeine Konzentration auf Infektionszahlen, ohne Bezug zu den tatsächlichen Erkrankungsfällen, verunsichert die Bevölkerung und führt zu einer steigenden sowie ungerechtfertigten Inanspruchnahme von Testkapazitäten“, schreiben die Mediziner in einer Erklärung. Sie fordern, „die Testkapazitäten nur für sinnvolle, medizinisch begründete Fälle zu nutzen“. 

Hintergrund ist, dass sogenannte PCR-Tests der nationalen Teststrategie folgend in großem Umfang bei asymptomatischen Personen durchgeführt werden. Ziel ist es dabei, Quarantäne oder Reisebeschränkungen zu vermeiden. „Dies führt zu einer Fehlallokation knapper Ressourcen“, heißt es in der Erklärung, die aus einer Arbeitsgruppe des Ausschusses Versorgung der Ärztekammer Berlin hervorgegangen ist. „Die ambulante und stationäre Versorgung unserer Patientinnen und Patienten wird dadurch verschlechtert.“ Mit Fehlallokation ist eine falsche Verteilung der ohnehin knappen Ressourcen gemeint.

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