BerlinIn einer ersten klinischen Studie soll in Berlin demnächst eine verbesserte Therapie gegen Lymphdrüsenkrebs getestet werden. Bei dieser Form von Krebs entarten die zu den weißen Blutzellen zählenden Lymphozyten und beginnen unkontrolliert zu wachsen und sich zu vermehren. Es geht in der Studie um eine neue, sehr spezifische Form der Behandlung: die CAR-T-Zell-Therapie.

Sie kommt in Europa erst seit zwei Jahren zum Einsatz, gilt jedoch als vielversprechend. Im Prinzip geht es dabei darum, Krebszellen für das Immunsystem des Patienten auffindbar zu machen. Dazu werden den Patienten einige Immunzellen – und zwar T-Zellen - entnommen und mit einer Art Sensoren ausgerüstet, die auf ein Oberflächeneiweiß der Krebszellen ausgerichtet sind. Chimäre Antigenrezeptoren, kurz CAR, nennen sich diese Sensoren. Die derart aufgerüsteten Zellen werden im Labor vermehrt und den Patienten zurück ins Blut injiziert. Bei einer perfekt funktionierenden Therapie durchstreifen die CAR-T-Zellen über Wochen, Monate oder gar Jahre den Körper und kontrollieren so das Tumorwachstum.

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