Diese Simulation zeigt, wie Antikörper des Immunsystems Coronaviren attackieren. Sie setzen sich auf die Andockstellen der Viren und machen sie unschädlich.
Bild: Getty Images/koto_feja

Berlin - Corona-Infektionen verlaufen höchst unterschiedlich. Die einen merken kaum etwas davon, die anderen landen auf der Intensivstation, müssen manchmal sogar beatmet werden. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass das Immunsystem selbst gelegentlich über das Ziel hinausschießt und damit teilweise größere Schäden anrichtet als das Coronavirus selbst. Auch wenn es glücklicherweise zurzeit kaum schwere Fälle gibt, sind die Erkenntnisse wichtig für das Verstehen der Krankheit und für mögliche künftige Therapien.

Zunächst ähnelten sich meist die Krankheitsverläufe, erklärt Roland Eils, Professor und Gründungsdirektor des Zentrums für Digitale Gesundheit am Berlin Institute of Health (BIH), aus der Beobachtung von Patienten der Charité. Etwa sieben bis neun Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome entwickle sich die Erkrankung dann in zwei Richtungen weiter. Die meisten Patienten erholten sich wieder, doch etwa zehn bis 15 Prozent liefen „in einen teilweise dramatisch erschwerten Krankheitsverlauf“ hinein, wie Roland Eils in einem Podcast des BIH erzählt. „Und da war es natürlich naheliegend, sich die Antwort unseres Immunsystems auf die Virusinfektion mit dem neuartigen Coronavirus im Detail anzuschauen.“

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