Berlin - Am Abend kamen die Wolken, legten sich schwer auf den Brustkorb, die Lunge, die Bronchien. Valeska und Rudi, acht und zehn Jahre alt, hatten im Strandbad Wannsee einen unbeschwerten Tag verbracht, hatten gespielt, getobt, geplanscht, gelacht. Nun fiel ihnen jeder Atemzug schwer. Angst stieg in ihnen hoch: Was ist mit mir? Was passiert da? Die Eltern ratlos, die Ursachenforschung im Internet schwierig. Am Ende lieferte die Suchmaschine ein Indiz: Ozon. Mehr als 160 Mikrogramm pro Kubikmeter waren während des Nachmittags am südlichen Stadtrand gemessen worden.

„160 Mikrogramm?“, versichert sich Kinderarzt Thomas Lob-Corzilius und sagt dann: „Es kann nicht nur sein, dass dadurch solche Beschwerden auftreten. Das ist so.“ Lob-Corzilius arbeitet bei der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPAU) und hat sich lange mit den Folgen von erhöhten Ozonwerten auf den heranwachsenden Organismus beschäftigt. Mit O3, diesem radikalen Bestandteil des Sauerstoffs. Der Mediziner sagt: „Ozon verursacht oxidativen Stress und führt zu Symptomen, die man vom Asthma kennt.“

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