Berlin - Am 7. Mai 2012 hat das Kölner Landgericht ein Urteil gefällt, an das Menschenrechtsorganisationen weltweit noch heute erinnern. Zum ersten Mal wurde eine medizinisch nicht notwendige Beschneidung eines Jungen als Körperverletzung gewertet. Es entspann sich eine teils heftige Debatte um das Selbstbestimmungsrecht von Kindern und elterlichen Entscheidungsrechten. Noch im selben Jahr trat Paragraf 1631d des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Kraft. Dieser erlaubt es Eltern explizit, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung ihrer männlichen Kinder einzuwilligen.

Jeder müsse das Recht haben, über die eigenen Genitalien selbst zu entscheiden, fordern nun Verbände und Initiativen. So auch der Verein „Intaktiv e.V. – Eine Stimme für genitale Selbstbestimmung“ mit Sitz in Mainz. Mit Aufklärungskampagnen wollen die Mitglieder für das Thema sensibilisieren. Der 7. Mai ist dabei längst zu einem symbolischen Tag geworden.

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