Ob mit der Straßenbahn oder zu Fuß: Künftig soll für alle Fortbewegungsarten Platz sein.
Illustration: Leonie Bos

Berlin - Es kommt nicht oft vor, dass Martin Aarts darauf verzichtet, Rad zu fahren. Das Fiets ist für ihn ein alltägliches Verkehrsmittel, wie für viele andere Niederländer auch. Doch in Berlin schreckte der Rotterdamer Stadtplaner davor zurück. „Für einen Holländer hört es sich merkwürdig an, aber ich habe mich in Berlin nicht getraut, Rad zu fahren“, sagt der 68-Jährige. „Es kam mir unglaublich unsicher vor.“ Dabei hatte er es zum Goethe-Institut nicht weit, nur ein paar Kilometer durch Prenzlauer Berg und Mitte. Doch die haben ihm gereicht. Aarts wurde mit dem Gefühl konfrontiert, dass er im Berliner Straßenverkehr sein Leben aufs Spiel setzt. „Berlin ist nur für sehr erfahrene Radfahrer.“ Für Fußgänger sei die Stadt ebenfalls ein schwieriges Pflaster. Autos engen auch ihren Platz ein. „Ich sehe überall nur Autos in Berlin. Das kommt mir altmodisch vor. Es passt nicht zu den Ambitionen, die Berlin hat.“ Er vermisst Anstrengungen, etwas gegen die Vorherrschaft des Autos zu unternehmen.

Ich sehe überall nur Autos in Berlin. Das kommt mir altmodisch vor. Es passt nicht zu den Ambitionen, die Berlin hat.

Martin Aarts, Stadtplaner aus Rotterdam

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