Berlin/Jena - Wenn Arne Trumann Klavier spielt, dann vergisst er die Welt um sich herum. Das Musizieren hat für ihn heute einen ganz besonderen Wert. Denn dass er das noch kann, ist für den Familienvater aus Norddeutschland alles andere als selbstverständlich: Im Jahr 2012 werden Trumann sieben Fingerspitzen amputiert. Es ist die Folge einer Sepsis, an der er beinahe gestorben wäre. „Von dem Moment, an dem man merkt, dass es einem nicht gut geht, bis zu dem Zeitpunkt, an dem man merkt, dass der Tod im Anmarsch ist, vergehen nur wenige Stunden“, erzählt er über jenen Freitagabend, an dem der damals 44-Jährige einen septischen Schock erleidet.

Eine Sepsis - landläufig auch Blutvergiftung genannt - ist eine „überschießende, unkontrollierte Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion“, erklärt Frank Brunkhorst, Leiter des Zentrums für klinische Studien und der Forschergruppe „Clinical Septomics“ am Universitätsklinikum Jena. Die Reaktion schädigt den Organismus und kann binnen Stunden zum Tod führen.

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