Was man in der Coronakrise gegen Angst tun kann: Alles, was gut tut.
Foto: Tonik / Unsplash.com

BerlinDie Sonne scheint, die Bäume blühen, draußen kommt der Frühling, doch die Menschen sollen immer noch vor allem eins tun: Drinnen bleiben. Die Coronakrise verunsichert - und sie weckt uralte Ängste in uns. Borwin Bandelow ist Angstforscher und erklärt im Interview, warum ausgerechnet junge Menschen mehr Angst haben als ältere, wieso Toilettenpapier knapp wird, was man gegen Angst tun kann - und weshalb es eine gute Idee ist, jetzt viel Bananenbrot zu backen.

Herr Bandelow, haben Sie zu Zeit Angst?

Davor, mich anzustecken? Nein. Ich bin zwar Risikogruppe aufgrund meines Alters, aber da ich mich sehr gut isoliere im Moment und keine Vorerkrankungen habe, werde ich das schon überstehen.

Wenn nicht vor Ansteckung, dann vor etwas anderem?

Je älter man wird, desto weniger Angst hat man. Die größte Angst haben die Menschen Mitte 30.

Woran liegt das?

Psychologisch gesehen müssten ältere Menschen grundsätzlich mehr Angst haben, weil ihnen mehr passieren kann. Sie können krank werden, den Partner verlieren, finanzielle Verluste im Alter erleiden. Doch die Lebenszufriedenheit steigt ab dem 54. Lebensjahr sogar an. Das hat auch ganz biologische Gründe. Angst wird über Rezeptoren im Gehirn gesteuert, die nutzen sich ab, werden wie alles andere im Körper langsamer.

Der Mensch wird stumpf – und dadurch glücklich?

So platt könnte man das sagen, ja. Alle Gefühle stumpfen ein bisschen ab, damit aber eben auch die großen Angstgefühle – das ist das Positive daran.

Viele Menschen in meinem Alter berichten, dass sich in der Coronakrise in ihren Familien gerade die Rollen verschieben. Wir machen uns plötzlich Sorgen um unsere Eltern, die wiederum sind erstaunlich unbesorgt.

Das kann daran liegen, ja. Sie sind jetzt wahrscheinlich Anfang 30?

Ja, ich bin 31 Jahre alt.

Und eine Frau. Damit sind Sie in der Hochrisiko-Gruppe für Angst – nicht nur für Corona. Frauen haben doppelt so viel Angst wie Männer und in dieser Altersgruppe zwischen 30 und 40 ist man außerdem besonders ängstlich.

Foto: Borwin Bandelow
Borwin Bandelow

... wurde 1951 in Göttingen geboren. Er studierte Medizin, wurde Facharzt für Neurologie und Pschiatrie und Professor an der Universität Göttingen, wo er heute Senior Scientist an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist. Bandelow schrieb viele Lehrbücher, Ratgeber und populärwissenschaftliche Bücher, etwa "Das Angstbuch", "Das Buch für Schüchterne" und "Flugangst". 

Woher aber kommt speziell die Angst vor Corona?

Immer wenn eine neue Gefahr kommt, die unbeherrschbar ist, haben wir davor mehr Angst als vor bekannten Gefahren. Vor zwei Jahren im Winter 2017/2018 gab es etwa 25.000 Grippetote in Deutschland. Nicht auszudenken, wir hätten jetzt 25.000 Corona-Tote, dann wäre hier wirklich Panik. Die Angst vorm Unbekannten beobachtet man auch nach Terroranschlägen oder anderen Virusepidemien. Das menschliche Gehirn hat ein Vernunftgehirn, das Argumente abwiegen und Zahlen und Fakten verstehen kann. Und dann haben wir ein Angstgehirn. Das ist auf der Stufe eines Huhnes. Normalerweise wird es vom Vernunftgehirn in Schach gehalten. Wenn aber eine unbekannte Gefahr auftaucht, dann macht es Panik.

So wie jetzt in der Coronakrise.

Genau. Das Vernunftgehirn sagt Ihnen – es ist extrem unwahrscheinlich, dass Sie mit 31 Jahren an Corona sterben. Und das Angstsystem sagt: Aber was, wenn doch?!

Sie sprechen von sehr individueller Angst vor Ansteckung und Tod – aber geht es nicht auch um eine diffuse Angst und Verunsicherung durch die Gesamtsituation?

Ja, das ist beides. Es gibt Leute, die haben einfach Angst um ihre alten Eltern oder sind selber alt. Aber dann gibt es natürlich Sorgen um die Gesellschaft und die Wirtschaft. Diese Angst ist realer und begründeter als die Angst vor dem Virus selbst. Die Folgen für die Wirtschaft sind noch überhaupt nicht abzusehen.

Befeuert das Unvorhersehbare die Angst?

Ja. Wirtschaft ist zu einem großen Teil auch Psychologie. Nehmen Sie als Beispiel eine Finanzkrise – stellen Sie sich vor, das Gerücht geht um, dass eine Bank fast insolvent ist. Da rennen die Menschen hin und heben ihr Geld ab und dann wird die Bank wirklich insolvent, obwohl das Gerücht anfangs vielleicht gar nicht stimmte. Die Psychologie aktiviert das Angstgehirn, die Menschen reagieren überzogen und am Ende tritt das Befürchtete ein.

So funktionieren wohl die Hamsterkäufe?

Genau. Eigentlich sollte Klopapier auch in der Coronakrise nicht knapp werden. Aber weil die Menschen Angst davor haben, dass es knapp werden könnte, kaufen sie viel mehr als sonst – mit der Folge, dass es kurzzeitig wirklich knapp wird.

Vor drei Wochen haben sich darüber noch Leute lustig gemacht, die jetzt selbst hamstern. Ist Angst ansteckend?

Angst ist sehr tief in uns verwurzelt - vor 50.000 Jahren mussten die Menschen hamstern. In Nordeuropa ist im Winter sechs Monate nichts gewachsen. Wer da nicht vorgesorgt hatte in Form von gespeicherten Lebensmitteln, ist verhungert. Ängste vererben sich. Bis in die heutige Zeit haben wir dieses Hamster-Gen in den einfach strukturierten Teilen unseres Angstsystems. Und so sagt das Vernunftgehirn jetzt zwar – mach dir keine Sorgen, die Kartoffeln wachsen weiter, die Hühner legen weiter Eier, niemand muss verhungern. Aber das Angstgehirn kramt die alte Panik vorm Verhungern aus und der Mensch fängt an zu hamstern.

Und denkt – wenn mein Mehlvorrat zu Ende geht, muss ich sterben!

Die Leute kaufen tatsächlich Sachen, die sie sonst nie gekauft hätten. Auf einmal backen alle Brot selbst – auch die, die früher abends in ihrer Stadtwohnung irgendwelches vorgefertigte Zeug gegessen haben. Unser Angstsystem schaltet in einer Krise in diesen ureigenen Überlebensmodus. Die Wintermonate haben früher vor allem die ängstlichen Bedenkenträger überlebt, die in der Lage waren, sechs Monate im Voraus zu planen. Die planlosen, fröhlichen Unbekümmerten, die sind gestorben.

Die  Ängstlichen leben also besser als die Furchtlosen?

Nein, weil sie nicht glücklicher sind. Schauen Sie zum Beispiel in Länder in der Nähe des Äquators. Dort mussten die Menschen nie hamstern, weil Nahrungsmittel wie Fische oder Bananen das ganze Jahr über vorhanden waren. Und obwohl das Leben in einigen dieser Länder viel härter ist, sehen Sie viel mehr lachende Gesichter als zum Beispiel in Deutschland. Da gucken Sie am Frankfurter Flughafen in sorgenvolle Gesichter der Börsenmakler. Ist das besser?

In Deutschland wird Toilettenpapier knapp, in Frankreich der Rotwein. Haben wir Deutschen anders Angst als die Franzosen?

Das ist möglich. Franzosen sind in jeder Beziehung ein bisschen lockerer, weil sie auch südlicher leben. Auch in Südfrankreich mussten die Menschen früher nicht so vorausschauend denken wie im Norden. Aber ehrlich gesagt – auch die Franzosen hamstern vor allem nicht nur Rotwein, sondern Lebensmittel.

Aber dieser Sturm auf das Toilettenpapier, der ist schon sehr deutsch.

Die Deutschen sind sehr auf Hygiene bedacht – und auch das ist eine Urangst. Früher sind die Menschen an mangelnder Hygiene durch Bakterien gestorben. Toilettenpapier steht für Hygiene. In der Coronakrise ist es für die Deutschen mit dieser aktivierten Urangst deshalb eine Horrorvorstellung, kein Toilettenpapier zu haben.

Auf der einen Seite hamstern die Menschen, auf der anderen stellt man aber auch jede Menge Solidarität fest. Wird der Mensch solidarisch, wenn er Angst hat?

Es gibt zwei Phasen in der Angst. In der ersten Phase sind die Menschen tatsächlich solidarisch, helfen einander. In der zweiten Phase kämpft dann aber jeder gegen jeden.

Wann tritt diese zweite Phase ein?

Sehr wahrscheinlich gar nicht. Das würde zum Beispiel passieren, wenn die Sterblichkeit des Coronavirus viel höher wäre. Dann könnten Situationen entstehen, in denen infizierte Personen verstoßen oder gar umgebracht werden. Da bräche das uralte Stammesdenken durch – die Menschen waren früher in Stämmen organisiert. Für seinen Stamm hat man alles getan, und wenn Bedrohung da war, hat man gemeinsam dagegen gekämpft. Ein bisschen realer, aber immer noch unwahrscheinlich könnte Phase zwei zumindest vereinzelt eintreten, wenn Lebensmittel knapp werden. Dann versucht man alles, um sich und seine Familie über Wasser zu halten.

Und prügelt sich im Supermarkt um die letzte Gurke?

Oder stiehlt beim Nachbarn die Mehlvorräte, ja. Dann gilt: Erst das Fressen, dann die Moral. Doch davon sind wir wirklich weit entfernt, ich gehe nicht davon aus, dass wir diese zweite Phase in der Coronakrise erreichen.

Woher kommt die Solidarität in der ersten Phase?

Auch aus dem Stammesdenken. Wer früher aus seinem Stamm verstoßen wurde, der hatte keine große Überlebenschance. Überlebt haben die, die einen Gemeinschaftssinn in ihrem Gehirn hatten. Da solche Persönlichkeitseigenschaften vererbt werden, ist es bis heute so, dass wir in einer gesamtgesellschaftlichen Krise zusammenhalten. Selbst Fehden, die innerhalb eines Stammes geführt wurden, wurden niedergelegt, man hat sich zusammengeschlossen und gemeinsam gekämpft. Das äußert sich heute zum Beispiel auf der Straße. Die Leute lächeln und grüßen, wo man früher einfach stumm aneinander vorbeigelaufen wäre.

Wie wird sich die Angst in der Coronakrise entwickeln?

Auf jeden Fall glaube ich nicht daran, dass es deutlich mehr posttraumatische Belastungsstörungen nach der Krise geben wird. Ich klammere hier jetzt aber Menschen aus, die durch das Virus überraschend Angehörige verlieren, da kann das passieren. Aber nicht kollektiv einer ganzen Nation. Normal ist, dass man gestärkt hervorgeht, wenn man eine Angst überstanden hat.

Wieso das?

Nehmen Sie als Beispiel eine Achterbahnfahrt. Ihrem primitiven Angstsystem wird suggeriert, dass sie in der nächsten Kurve aus dem Sitz fliegen. Sie kriegen Panik. Gleichzeitig werden aber Endorphine, Wohlfühlhormone, ausgeschüttet, die den Körper vor dem möglichen Aufprall schützen sollen – so dass es zu weniger Schmerzen kommt, damit man den Unfall überlebt. Wenn Sie jetzt in der Achterbahn dann eben doch nicht aus der Kurve fliegen, ist die Angst weg, aber die Endorphine sind noch da.

…und ich fühle mich großartig.

Jede Situation, die man unbeschadet überstanden hat, führt zu einem Wohlgefühl. Da sehr viele Menschen jetzt Angst haben und in ein paar Monaten feststellen werden, dass sie auch das überlebt haben, wird das gesamtgesellschaftlich zu einem guten Gefühl führen. Sogar wenn dann die Wirtschaft noch leidet.

Aber was passiert bis dahin?

Die Lebensqualität der meisten Menschen wird nicht stark absinken, weil Menschen sich unglaublich adaptieren können. Ich habe eine Vier-Wochen-Regel aus der Beobachtung vorangegangener Krisen abgeleitet. Nach einem Terroranschlag gehen die Leute etwa vier Wochen nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt oder ins Stadion. Aber dann eben doch wieder – obwohl die Sicherheitslage die gleiche ist wie vor vier Wochen.

Der Unterschied ist – das tun die Leute alles freiwillig. Jetzt gibt es Einschränkungen und Verbote. Was passiert, wenn die länger als vier Wochen andauern?

Im Moment sieht jeder die Maßnahmen ein, weil er denkt, dass das alles hochgefährlich ist, das Angstsystem das individuelle Risiko auch etwas überschätzt. Nach diesen vier Wochen hört das aber langsam auf.  Dann kann es durchaus passieren, dass die Menschen hier und da ausbrechen. Dass junge Leute zum Beispiel geheime Partys feiern oder mal den Automonteur privat um eine Reparatur bitten, obwohl es verboten ist. Irgendwann kann es so kippen, dass man die strengen Regeln gar nicht mehr so gut einhalten kann.

Gibt es Menschen, die jetzt besonders anfällig sind für schwere Ängste?

Menschen mit einer generalisierten Angststörung. Diese Menschen haben ohnehin schon überproportional viel Angst vor ganz viel im Leben. Dass den Kindern ein Unfall passiert, dass ein Flugzeug abstürzt – in solch übersteigerter Form, dass sie zum Beispiel nicht reisen. Auch depressive Menschen sind anfälliger dafür, jetzt schlimm Angst zu haben, auch davor, körperlich zu erkranken. Und ich vermute, dass auch einige Menschen mit Zwangserkrankungen durch die Hölle gehen – wenn die Zwänge aus einer übertriebenen Angst vor Keimen entstehen zum Beispiel.

Und Menschen mit einer Panikstörung?

Menschen mit Panikstörungen haben überraschenderweise in solchen Situationen nicht mehr Angst als sonst. Eine Panikstörung scheint sich in einem anderem Teil des Gehirns abzuspielen als die Angst vor realen Gefahren. Ich habe in meinem Leben schon Fallschirmspringer und Soldaten wegen Panikattacken behandelt – Menschen also, die im Leben sonst wirklich nicht ängstlicher sind als andere.

Kann es passieren, dass auch Menschen, die normalerweise psychisch völlig gesund sind, durch die Angst in der Coronakrise psychisch erkranken?

Nein, das ist unwahrscheinlich. Die meisten psychischen Erkrankungen sind zu einem Teil erblich veranlagt. Dann kommen äußere Faktoren dazu. Natürlich kann so eine Krise jemanden, der dadurch eine sehr schlimme Zeit hat und die Disposition in sich trägt, jetzt über die Kippe in eine Depression oder Angststörung stoßen. Aber jemand, der schon immer ein Stehauf-Männchen war, wird auch schlimme Zeiten überstehen. Ich erwarte keine signifikante Zunahme an Menschen, die nach der Coronakrise in psychiatrische Behandlung müssen – so was weiß man aus früheren Krisen.

Können Kontaktverbote und Ausgangssperren Ängste befeuern?

Die Leute, die darunter am meisten leiden, sind die Extrovertierten. Die, die Menschen um sich brauchen, um Energie zu gewinnen. Körperliche Nähe ist nicht gut ersetzbar. Es gibt Studien, die festgestellt haben, dass zum Beispiel Psychotherapie über Skype zwar funktioniert – aber lange nicht so gut wie wenn man sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzt. Der Mensch braucht direkten Kontakt zu anderen. Man muss den Freund oder die Freundin mal umarmen können, man muss sie riechen können, das ist extrem wichtig.

Was kann man in dieser Zeit gegen die eigene Angst tun?

Es hilft nichts, den Leuten zu raten, sich einen grünen Tee zu kochen. Auch autogenes Training oder Yoga funktionieren nicht pauschal. Ich halte auch nicht viel von Ernährungsratschlägen. Avocados gegen Angst, das ist lächerlich.

In den sozialen Netzwerken backen auf einmal so viele Menschen Bananenbrot!

Da wiederum sprechen sie einen wichtigen Punkt an. Bananen enthalten sehr viel Umami, das löst Endorphine im Kopf aus. Und gegen die Angst hilft alles, was Endorphine ausschüttet. Der Gegenspieler des Angstsystems ist das Belohnungssystem. Das ist für alles Schöne und Gute zuständig. Das heiß also: Essen, Sex… und zum Beispiel Bananenbrot. Grundsätzlich sollte man jetzt einfach alles tun, was Spaß macht – und noch möglich ist. Einen schönen Film gucken. Mit Freunden übers Internet Karten spielen, mit dem Partner, wenn man einen hat, schöne Momente schaffen. Ich  zum Beispiel koche viel.

Sie haben doch gerade gesagt, Essen hilft nicht gegen die Angst.

Ich glaube nicht an die pauschale angstlösende Wirkung von Nahrungsmitteln an sich – aber es gibt Nahrungsmittel, die das Belohnungssystem anschmeißen. Für einige ist das ein Grillkotelett, für andere der Kräuterquark.

Oder die Schokoladentafel.

Genau. Generell kann man jetzt ruhig auch mal Dinge tun, die man sich normalerweise versagt. Sich sagen – ich achte heute nicht auf meine Linie, ich esse jetzt eine ganze Tafel Schokolade. Weil jetzt eben Corona ist und ich was für mein Seelenheil tun möchte.

Ich nehme an, das schließt Alkohol aus.

Der Bierverkauf hat sogar abgenommen, habe ich gelesen!

Ich habe das Gefühl, in den sozialen Netzwerken trinken alle schon ab 11 Uhr morgens.

Das stimmt, das höre ich auch, meine Freunde berichten das auch. Zum Müsli einen Rotwein.

Ist das in Maßen nicht okay?

Ein Psychiater würde nie öffentlich den Ratschlag erteilen, man soll ruhig mal ein bisschen Alkohol trinken. Sagen wir einfach – man soll die strengen Regeln, falls man sie sich sonst auferlegt, einfach mal ein paar Wochen weglassen.

Und was kann man sonst noch raten, wenn jemand Angst hat?

Man muss das Vernunftgehirn mobilisieren und wiederholt anstacheln. Wenn sie Angehörige haben, die wirklich Angst vor Ansteckung haben, muss man ihnen immer wieder sagen, dass die Chance dafür sehr gering ist. Und wir sollten Mut machen – und betonen, dass in ein paar Wochen alles vorbei ist. Und was sind ein paar Wochen verglichen mit einem ganzen Leben? Da überstehen manche Menschen viel schlimmere Dinge.

Zu guter letzt – ist es normal, wenn man in dieser Zeit gerade gar keine Angst hat?

Die Leute, die sich so fühlen, sollten jetzt nicht denken, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Die sind nämlich nicht alleine. Auch wenn man gerade viel über Panik und Angst hört, gibt es sehr viele Menschen, die gerade überhaupt keine Angst haben. Und die sind ganz normal. Ich zähle mich auch dazu. Ich habe so gut wie keine Angst.