Im Jahr 2010 erkrankten bundesweit mehr als 70.000 Frauen an Brustkrebs – Tendenz: steigend. Obwohl heute deutlich weniger Patientinnen an diesem Krebs sterben als vor zehn Jahren, ist er immer noch eine tödliche Krankheit. Um ihn heilend zu behandeln, ist eine frühe Entdeckung entscheidend. Möglich ist das in den jährlichen Vorsorge-Untersuchungen beim Gynäkologen. Doch wer sich an die letze Untersuchung erinnert, weiß: Für das Abtasten der Brust hat ein Frauenarzt in der Regel nicht mehr als drei, vier Minuten Zeit.

Zu wenig Zeit, um Knoten und Geschwüre verlässlich einzuschätzen, wie Frank Hoffmann findet. Vor über zehn Jahren kam dem Gynäkologen aus Duisburg deshalb die Idee, den überdurchschnittlichen Tastsinn Sehbehinderter in der Krebsfrüherkennung einzusetzen. Gedacht, getan: Hoffmann gründete das gemeinnützige Unternehmen „Discovering Hands“, das blinde und schwer sehbehinderte Frauen zur Medizinischen Tastuntersucherin (MTU) ausbildet.

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