Berlin - Die Krankenhäuser des Universitätsklinikums Charité und des landeseigenen Konzerns Vivantes werden vom kommenden Montag an bis Mittwoch bestreikt. Das hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Dienstag mitgeteilt. Die Beschäftigten wollen mit dem Warnstreik Bewegung in die Verhandlungen um den sogenannten „Tarifvertrag Entlastung“ bringen, der für eine bessere personelle Ausstattung der Krankenhäuser sorgen soll. Zudem sollen die Beschäftigten in den Tochterunternehmen von Charité und Vivantes denselben Lohn erhalten wie die Stammbelegschaften. Nicht am Arbeitskampf beteiligt sind Ärzte.

Am Dienstag treten nach Angaben von Verdi zwölf Teams komplett in den Ausstand – betroffen sind Innere Medizin, Gastroenterologie, Geriatrie, Dermatologie, teils auch Chirurgie. Verhandlungen der Gewerkschaft mit den Arbeitgebern über eine sogenannte Notdienstvereinbarung verliefen bisher ergebnislos. Wie viele Beschäftigte sich am Streik beteiligen werden, ist noch nicht klar. Verdi sprach von einigen Hundert, die genaue Zahl werde derzeit aber noch ermittelt. Diesen Freitag läuft ein Ultimatum der Gewerkschaft ab. Am Donnerstag demonstrieren Beschäftigte von Verdi und Charité mit einem Zug vom Anhalter Bahnhof zum Abgeordnetenhaus.

Der „Tarifvertrag Entlastung“ sieht vor, dass für Stationen ein verbindlicher Personalschlüssel festgelegt wird. Wird dieser unterschritten, wird ein Ausgleich in Form von Freizeit gewährt. Derartige Tarifverträge wurden bereits in anderen deutschen Städten abgeschlossen. An der Universitätsklinik Mainz etwa gilt eine solche Vereinbarung.