Sars-CoV-2 unter dem Elektronenmikroskop. 
Foto: 
NIAID/NIH

BerlinSars-CoV-2 mutiert, so wie es jedes Virus tut. Durch diese zufälligen genetischen Veränderungen des Erbguts lassen sich verschiedene Stränge unterscheiden. Inzwischen steht Forschern das Erbgut von rund 100.000 Corona-Proben zur Verfügung. Zum einen wird befürchtet, dass das Virus gefährlicher werden könnte. Zum anderen besteht Hoffnung, dass die Viren weniger ansteckend oder auch sonst weniger schädlich werden könnten. Diese Mutationen werfen auch die Frage auf, ob Impfstoffe überhaupt helfen, wenn das Virus ohnehin mutiert.

„Ich gehe nicht davon aus, dass wir uns über Mutationen die größte Sorge machen müssen“, sagte Richard Neher von der Universität Basel bereits Anfang März. Der Experte, der die Evolution von Viren und Bakterien erforscht, nennt einen wichtigen Grund: Veränderungen im Erbgut treten bei anderen Viren – etwa Influenzaviren – viel häufiger auf. Bei Coronaviren verhindern Reparaturmechanismen allzu häufige Mutationen. Bei Sars-CoV-2 kommt es auf diese Weise im Schnitt ungefähr alle zwei Wochen zu kleinen Veränderungen, wobei die Zeitpunkte vom Zufall bestimmt werden.

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