Corona-Impfstoff (Symbolbild).
Foto: imago images/Westend61

Berlin - Es heißt, die weltweite Suche nach einem Impfstoff gegen Corona sei ein Wettrennen. Doch das ist zu kurz gedacht. Denn Forscher suchen nicht nach dem einen Impfstoff, der uns von der Pandemie erlöst. Vielmehr ist sich die Fachwelt einig, dass es mehrerer Impfstofftypen bedarf, um die Menschen weltweit vor Sars-CoV-2-Erkrankungen zu schützen. Und deshalb mag einem die Arbeit in den Labors angesichts der Eile, die geboten ist, wie ein Wettrennen vorkommen. Dann sollte man es zumindest als ein Rennen betrachten, in dem es nicht nur einen Sieger gibt, sondern ganz viele. Und im Grunde sind es gleich mehrere Rennen parallel. Auf dem Pandemie-Besieger-Treppchen ist also jede Menge Platz.

Dennoch hat sich Russland sehr ins Zeug gelegt. Mit der vollmundigen Verkündung der Zulassung des Corona-Impfstoffs Sputnik V wähnt man sich offenbar als Sieger. Doch das ist so, als würde man sich in einem 10.000-Meter-Lauf bereits nach 3000 Metern als Gewinner erklären. Denn Sputnik V ist noch lange nicht marktreif. Seine Wirksamkeit und Sicherheit ist nicht bewiesen. Das haben diverse Experten sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gleich am Dienstag klargestellt. Die notwendigen klinischen Studien der Phase III haben für Sputnik V noch gar nicht stattgefunden. Das Mittel muss nun im voreilig zugelassenen Status weiter geprüft werden.

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