Berlin - Mehr als 21 Millionen Menschen haben in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts eine Corona-Impfung erhalten, von ihnen sind rund sechs Millionen vollständig geimpft. Das macht Hoffnung, denn die Impfstoffe sind das bisher einzige wirksame Mittel gegen die Pandemie und schwere Covid-19-Erkrankungen. Ab Montag können sich in Berlin Personen der Prioritätsgruppe 3 impfen lassen. Allmählich wird es also für alle, die an der Schutzimpfung interessiert sind, Zeit, sich zu informieren. Das sind die wichtigsten Fakten.

Welche Impfstoffe gibt es und wie wirksam sind sie?

In der Europäischen Union sind bisher vier Corona-Impfstoffe zugelassen: Zum einen zwei mRNA-Impfstoffe – von Biontech/Pfizer (Comirnaty) sowie Moderna. Die Ständige Impfkommission (Stiko) bewertet die Wirksamkeit beider Vakzine als gleichwertig. Nach der zweiten Impfung schützt Comirnaty laut einer Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden ist, bis zu 94 Prozent gegen Krankheitssymptome. Bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten liegt die Wirksamkeit nach der zweiten Dosis bei 87 Prozent. Moderna schützt nach eigenen Angaben bis zu 90 Prozent vor einer Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf. Ein Unterschied zwischen den Impfstoffen besteht hinsichtlich des Anwendungsalters: Comirnaty ist ab 16 Jahren zugelassen, Moderna ab 18.

Bei den anderen beiden Impfstoffen – von Astrazeneca und der Universität Oxford (Vaxzevria) sowie von Johnson & Johnson – handelt es sich um Vektorimpfstoffe. Die Wirksamkeit mit Blick auf den Schutz vor einer Infektion liegt bei Vaxzevria nach der Zweitdosis bei 76 Prozent. Wie Forschende in einer neuen Großstudie schreiben, schützt er bis zu 100 Prozent vor schweren Krankheitsverläufen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal verabreicht werden muss, aber in Deutschland noch nicht im Einsatz ist, zeigt laut der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA 28 Tage nach der Impfung eine Wirksamkeit von 66 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung. Vor einem schweren Verlauf schützt er bis zu 85 Prozent.

Die Werte nebeneinanderzulegen, kann aber trügen: „Die Impfstoffe wurden nicht gegeneinander verglichen“, erklärt Stiko-Mitglied Christian Bogdan. „Wir müssen sehen, dass sie in unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Populationen getestet wurden.“ Die bisherigen Studien erlaubten demnach keine Aussagen darüber, ob es wirklich relevante klinische Wirksamkeitsunterschiede zwischen den Präparaten gibt.

Als nächstes könnte der mRNA-Impfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac zugelassen werden, der im Prinzip ähnlich funktioniert wie Comirnaty und Moderna. Die Ergebnisse der Phase-3-Studie werden in den kommenden Wochen erwartet.

Wann ist es Zeit für die zweite Impfung?

Nach der aktuellen Stiko-Empfehlung sollten zwischen Erst- und Zweitimpfung bei Comirnaty und Moderna sechs Wochen und bei Vaxzevria zwölf Wochen liegen.

Kann ich den Impfstoff selbst wählen?

Derzeit ist es noch recht ungewiss, wie viele Dosen von den einzelnen Impfstoffherstellern wöchentlich an die Impfzentren und die Arztpraxen geliefert werden. Daher ist eine genaue Planung kaum möglich. Das wiederum schränkt die Wahlmöglichkeiten noch ein.

In Berlin hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) den Bürgerinnen und Bürgern in Aussicht gestellt, den Impfstoff wählen zu können. „Wir haben zurzeit eine Sortierung der Impfzentren nach Impfstoff“, sagte sie Mitte Januar in der RBB-„Abendschau“. Bei der Terminanmeldung könnten Berliner also bestimmen, in welches Zentrum sie gehen und welches der zugelassenen Mittel sie damit bekommen. Das trifft vor allem auf diejenigen zu, die eine Impfeinladung per Brief bekommen haben. In Hausarztpraxen wird meist Astrazeneca und auch Biontech/Pfizer verimpft. Sicherlich berücksichtigen die Ärzte den Wunsch ihrer Patientinnen und Patienten, wenn sie genügend Impfdosen haben.

Grafik: BLZ/Galanty; Quelle: afp

Wie lange dauert es, bis der Impfschutz aufgebaut ist?

Die Frage lässt sich noch nicht genau beantworten. Klar ist: Unmittelbar nach der Impfung ist man noch nicht gegen Covid-19 geschützt. Das Immunsystem braucht ein paar Tage Zeit, bis es die nötigen Antikörper gegen Sars-CoV-2 gebildet hat. Der Effekt stellt sich daher erst nach einer Weile ein: Beim Mittel von Biontech/Pfizer besteht der volle Schutz laut dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) etwa nach sieben Tagen nach der zweiten Impfung, bei Moderna ab Tag 14, bei Vaxzevria ab Tag 15 und nach der Einzeldosis von Johnson & Johnson ab Tag 28.

Erste Studien zeigen bereits, dass Geimpfte auch schon von der ersten Impfdosis profitieren. Eine großangelegte Untersuchung der Universität Oxford in Kooperation mit der britischen Statistikbehörde ONS und dem Gesundheitsministerium des Landes zeigte zum Beispiel, dass das Risiko für eine Corona-Infektion drei Wochen nach der Impfung um 65 Prozent sank – und zwar unabhängig davon, ob sie Biontech/Pfizer oder Astrazeneca bekommen haben.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können nach der Impfung auftreten?

Laut dem PEI wurden bis zum 2. April bei insgesamt 14,4 Millionen durchgeführten Impfungen rund 31.000 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen gemeldet.

In den meisten Fällen treten nach einer Corona-Impfung, gleich welchen Herstellers, nur milde Nebenwirkungen auf, die kurze Zeit andauern und von selbst wieder abklingen. Zu den häufigeren Reaktionen zählen grippeähnliche Symptome wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Muskelschmerzen am Körper sowie Rötungen, Schmerzen oder Druckempfindlichkeiten an der Einstichstelle. Bei Jüngeren treten Impfreaktionen häufiger und etwas stärker auf als bei Älteren. Auffällige Nebenwirkungen sollten in jedem Fall dem Hausarzt, über die SafeVac-App 2.0 oder über das Nebenwirkungsportal des Bundes gemeldet werden.

In Deutschland wurden bis zum 15. April rund 4,6 Millionen Vaxzevria-Dosen verimpft. In der Folge ereigneten sich 59 Fälle einer Sinusvenenthrombose – Blutgerinnsel, die in den Hirnvenen auftreten und wenn sie spät entdeckt werden, tödlich verlaufen können. In 31 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie, also eine stark reduzierte Zahl der Blutplättchen, festgestellt. Bei den 45 betroffenen Frauen waren fünf älter als 60 Jahre, bei den 14 Männern zwei. Sechs Frauen und sechs Männer starben. Aus diesem Grund wurde Vaxzevria in Deutschland lediglich Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Mittlerweile können aber auch unter 60-Jährige den Impfstoff von Astrazeneca in einer Hausarztpraxis verabreicht bekommen (siehe unten: Wer ist aktuell mit dem Impfen an der Reihe?).

Auch bei Johnson & Johnson sind ungewöhnliche Blutgerinnsel in Verbindung mit niedrigen Blutplättchenwerten aufgetreten. Bis zum 13. April hatten in den USA mehr als sieben Millionen Menschen den Impfstoff erhalten, bei acht Personen zwischen 18 und 49 Jahren ist eine Thrombose mit Thrombozytopenie aufgetreten. In einem Fall endete dies tödlich.

Was sind die Symptome einer Thrombose? Und gibt es eine Behandlung?

Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen im Zeitraum von vier bis 16 Tagen nach der Impfung können auf eine Thrombose deuten. Außerdem sollten alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome, wie schwere oder anhaltende Kopfschmerzen, Lähmungen oder verschwommenes Sehen haben oder bei denen nach einigen Tagen punktförmige Hautblutungen auftreten, umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Der physiologische Mechanismus hinter der Gerinnselbildung an ungewöhnlichen Stellen im Körper ist noch nicht vollends erforscht. Vermutlich gibt es eine Kaskade an Immunreaktionen, wie Greifswalder Forscher herausgefunden haben. Die Impfung führt wahrscheinlich im Rahmen einer Entzündungsreaktion dazu, dass Antikörper gegen Blutplättchen-Antigene gebildet werden und es in Folge zu einer massiven Thrombozytenaktivierung kommt. Diese Gerinnselbildung kann mit Blutverdünnern unterbrochen und behandelt werden.

EMA und Stiko sind sich im Prinzip einig, dass der Nutzen des Impfstoffs Vaxzevria die bisher bekannten Risiken überwiegt. Auch der Johnson & Johnson-Impfstoff kann nach Einschätzung der EMA uneingeschränkt verwendet werden.

Ich habe meine Erstimpfung mit Vaxzevria erhalten. Welche zweite Dosis muss folgen?

Eine begonnene Grundimmunisierung muss laut Stiko eigentlich mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden. Es gibt aber eine Ausnahme. Unter-60-Jährigen, die eine erste Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff Vaxzevria erhalten haben, wird empfohlen, anstelle einer zweiten Vaxzevria-Dosis eine Impfdosis eines mRNA-Impfstoffs zwölf Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Der Hintergrund ist, dass der von der Vaxzevria-Impfung ausgelöste Schutz nach zwölf Wochen abzunehmen beginnt.

Ich habe eine Corona-Infektion durchgestanden. Sollte ich mich nicht mehr impfen lassen?

Grundsätzlich gilt: Wenn man in der Vergangenheit eine Corona-Infektion durchgemacht hat, ist eine Impfung erst einmal nicht notwendig. Forschende gehen davon aus, dass man für etwa sechs bis acht Monate immun ist. Die Stiko schreibt, dass entsprechend frühestens sechs Monate nach Genesung eine Corona-Impfung bei immungesunden Personen erwogen werden kann. Eine Dosis reicht zunächst aus, da sich dadurch bereits hohe Antikörperkonzentrationen erzielen lassen, die durch eine zweite Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden. Wegen der bereits durchgestandenen Infektion kann es nach der Impfung zeitweise zu einer verstärkten Immunreaktion kommen.

Ob und wann immungesunde Menschen eine zweite Impfung benötigen, ist noch unklar. Eine Person mit eingeschränkter Immunfunktion sollte im Einzelfall eine zweite Dosis verabreicht bekommen.

Vor dem Impftermin muss eine Infektion nicht labordiagnostisch ausgeschlossen werden. Denn bei einer asymptomatischen oder unbemerkt durchgemachten Infektion ist eine Impfung nicht schädlich.

Wer ist aktuell mit dem Impfen an der Reihe?

In Berlin werden derzeit Personen der Priorisierungsgruppe 1 (höchste Priorität) und der Priorisierungsgruppe 2 (hohe Priorität) geimpft. Zu ihnen zählen zum Beispiel medizinische Angestellte, die Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Covid-Krankheitsverlauf betreuen, insbesondere in der Onkologie, Transplantationsmedizin sowie in Dialyseeinrichtungen. Sowie alle Über-70-Jährigen, Demenzkranken oder Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Die vollständige Liste finden Sie hier: Wann werde ich geimpft? Die Impfung gegen Sars-CoV-2 ist nach wie vor freiwillig.

Für Impfungen mit dem Impfstoff Vaxzevria ist die Impfpriorisierung in Berlin aufgehoben, das heißt, auch Menschen unter 60 Jahren können sich in Berliner Arztpraxen nach entsprechender Beratung mit dem Vakzin von Astrazeneca impfen lassen. Grundsätzlich bleibt die Stiko aber dabei, den Impfstoff nur Personen über 60 Jahre zu empfohlen. Hintergrund sind die Fälle von Sinusvenenthrombosen, die vor allem bei jungen Menschen aufzutreten scheinen.

Die Impfpriorisierung soll im Juni aufgehoben werden. Darauf einigten sich Bund und Länder. Das heißt aber nicht, dass „dann jeder sofort geimpft werden kann“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch es könne sich jeder um einen Termin bemühen. Voraussetzung für diesen Plan ist, dass genügend Impfstoff vorhanden ist. Bis Ende Juni soll Deutschland weitere 80 Millionen Impfdosen bekommen.

Was muss man vor und nach der Impfung beachten?

Die Impfungen finden sowohl in den sechs Berliner Corona-Impfzentren als auch in Arztpraxen statt. Zum Impftermin müssen wichtige persönliche Dokumente wie der Personalausweis, ein ärztliches Attest oder eine Bescheinigung der Arbeitergeberin oder des Arbeitgebers mitgenommen werden. Eine Übersicht, welche Unterlagen erforderlich sind, finden Sie hier: Darauf sollte man vor und nach der Impfung achten.

Dem Personal müssen alle Umstände mitgeteilt werden, die eventuell die Impfung beeinflussen könnten. Wer beispielsweise in der Vergangenheit nach Impfungen oder Spritzen unter anderem ohnmächtig wurde, zu Sofortallergien neigt, Allergien oder eine Vorerkrankung hat, teilt dies unbedingt vor der Impfung mit, damit der Gesundheitszustand nach der Injektion länger beobachtet werden kann. Ob man gegen einzelne Inhaltsstoffe der Corona-Mittel allergisch ist, kann das hier nachprüfen: Darauf sollte man vor und nach der Impfung achten. Grundsätzlich soll jede Person 15 Minuten nach der Injektion unter Beobachtung bleiben.

Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5 Grad leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Zu anderen Impfungen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder Corona-Impfstoffdosis eingehalten werden. Notfallimpfungen sind davon ausgenommen.

Nach der Impfung muss der Geimpfte beobachten, ob ungewöhnliche Nebenwirkungen auftreten und gegebenenfalls die Hausärztin oder der Hausarzt kontaktieren. Sie sind Ansprechpartner für die Bewertung der Nebenwirkungen, eine möglichen Diagnose und Folgebehandlung. Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung können schmerzlindernde/fiebersenkende Medikamente eingenommen werden.

Es spricht nichts gegen eine leichte körperliche Belastung nach einer Impfung. Ausdauersportarten oder Krafttraining sollten vermieden werden. Es kann sein, dass dadurch eine Impfreaktion verstärkt wird. Auf Alkohol sollte für einige Tage ebenfalls verzichtet werden, denn der Körper kann schlechter Antikörper bilden, wenn er zeitgleich Alkohol abbauen muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Bilder vom Impfpass sollten keinesfalls in den sozialen Medien geteilt werden. Nicht nur haben persönliche Gesundheitsdaten nichts im Internet zu tun. Die gezeigten Unterschriften, Stempel und/oder Chargennummern machen es auch sehr einfach, Impfdokumentationen zu fälschen. Kriminelle nutzen diese Informationen, erstellen täuschend echte Kopien und verkaufen sie für viel Geld im Internet. Wer eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird laut dem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Kann ich mich trotz Impfung mit Corona infizieren?

Es gibt bereits Meldungen, dass vollständig geimpfte Menschen Corona-positiv getestet wurden. Forschende wissen noch nicht genau, wie gut die Impfstoffe davor schützen, sich überhaupt mit Corona anzustecken. Vorläufige Daten deuten zumindest darauf hin, dass Geimpfte ein geringeres Ansteckungsrisiko haben. Was klar ist: Eine Impfung gegen Sars-CoV-2 schützt sehr gut vor einem schweren Verlauf der Erkrankung. Die meisten Menschen, die sich nach ihrer Impfung mit Sars-CoV-2 infiziert haben, hatten nur leichte oder sogar gar keine Symptome.

Muss ich nach der Impfung noch eine Maske tragen?

Solange nicht der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist, sollten die AHA-Regeln nach wie vor beachtet werden. Da es möglich ist, sich auch nach der zweiten Impfdosis mit Sars-CoV-2 anstecken zu können, besteht auch die Möglichkeit, das Virus zu verbreiten. Das Risiko scheint aber nicht allzu hoch zu sein. Laut Stiko ist davon auszugehen, dass vollständig geimpfte Menschen das Virus deutlich weniger stark übertragen, die Viruslast scheint geringer zu sein als bei noch nicht geimpften Menschen.

Muss die Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden?

Mehrere Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Corona-Impfung regelmäßig aufgefrischt werden muss – ähnlich wie bei einer Grippe-Impfung. Allerdings gibt es dazu noch keine endgültigen Aussagen. Ob eine Nachimpfung nötig sein wird, hänge unter anderem davon ab, wie schnell die Wirksamkeit des Impfstoffs nachlässt. Das sagte der Gießener Virologe Friedemann Weber kürzlich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Möglich ist auch, dass die Corona-Mutationen es erforderlich machen, die Impfstoffe regelmäßig anzupassen und neu zu verimpfen. Solange die Coronaviren in großer Zahl in Umlauf sind, ist auch die Wahrscheinlichkeit von Mutationen höher. Insgesamt könne sich Weber daher „durchaus vorstellen, dass man künftig jeden Herbst nachimpfen muss“. Andere Experten gehen eher von einer Auffrischung nach mehreren Jahren aus. Bisher fehlt es für eine genauere Aussage einfach noch an Daten.

Die Unternehmen Biontech und Pfizer haben bereits angekündigt, die Wirkung einer dritten Impfdosis in einer Studie testen zu wollen. Dabei soll unter anderem untersucht werden, wie sich eine Auffrischung auf die Immunität gegen bereits kursierende und möglicherweise neu aufkommende Corona-Varianten auswirkt.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Artikel hatten wir geschrieben, dass bereits mehr als 26 Millionen Menschen in Deutschland geimpft sind. Korrekt sind es mehr als 21 Millionen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.