Berlin - Viele Menschen in einem geschlossenen Raum, es wird getanzt, geschwitzt, laut geplaudert und Alkohol getrunken: Clubs und Diskotheken bieten im Normalbetrieb ideale Bedingungen, damit sich das Coronavirus schnell verbreiten kann. Wie es auch in Südkorea der Fall war, als ein infizierter junger Mann in einer Nacht fünf Clubs besuchte und Dutzende Partygänger ansteckte. Oder Hunderte von Touristen, die sich beim gemeinsamen Feiern auf Après-Ski-Partys im österreichischen Skiort Ischgl infizierten und anschließend in ihre Heimatländer zurückreisten.

In Deutschland gehörten Diskos und Clubs deshalb zu den ersten Betrieben, die schließen mussten. Entsprechend dünn ist das Wissen über etwaige Ansteckung trotz Schutzkonzept. Aus den Antworten der Gesundheitsverwaltung vom 14. Oktober auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen geht hervor, dass in den Berliner Clubs seit den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen im Juli ein Ausbruch mit acht Fällen innerhalb eines Clubs bekannt geworden ist. Zudem gab es demnach vier Ausbrüche in Bars mit insgesamt 62 Fällen. Die Grünen sehen die Clubs vor diesem Hintergrund zu Unrecht als Verantwortliche für die steigenden Corona-Infektionszahlen abgestempelt.

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