Trauerfeiern mit Reden und Musik dürfen aktuell nicht stattfinden.
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BerlinDer Abschied von Verstorbenen kann wegen der Corona-Krise womöglich nicht so ablaufen, wie Hinterbliebene sich das gewünscht haben. Das kann belastend sein. 

Beerdigungen an der frischen Luft sind im engsten Familienkreis trotz des geltenden Kontaktverbots zwar weiterhin möglich. Doch Trauerfeiern mit Reden und Musik dürfen nicht stattfinden. Was nun? Ist die Verschiebung von Beerdigung und Trauerfeier eine Option?

Bestattungsfristen hängen vom Landesgesetz ab

Ja, aber es gibt Grenzen. „Man muss die Bestattungsfristen der Landesgesetze beachten“, sagt Elke Herrnberger, vom Bundesverband Deutscher Bestatter, der Deutschen Presse-Agentur. Laut Herrnberger variieren die Fristen bei Erdbestattungen von zwei bis maximal zehn Tage nach dem Tod. „Bei Urnenbestattungen kann man auch noch mehrere Wochen nach dem Tod bestatten.“, sagt sie. Unter gewissen Umständen würden sich die Fristen sogar verlängern lassen. Darum kümmere sich das Bestattungsunternehmen.

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Extrakosten für eine spätere Gedenkfeier müssen Angehörige nicht fürchten

Der Bestatter wäre laut Herrnberger auch für die Organisation zuständig, wenn eine Gedenkfeier später stattfinden soll. Diesen Termin könne man aber nur perspektivisch festlegen, weil niemand wisse, wie es mit der Corona-Krise weitergehe.

Extrakosten für eine spätere Gedenkfeier müssen Angehörige wohl nicht fürchten, sagt Nicole Rinder, Leiterin des Bestattungsinstituts Aetas in München, der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn die Feier zum aktuellen Zeitpunkt entfällt, wird ja keine Halle benutzt oder Ähnliches. Dann fallen für die Feier selbst keine Kosten an, sondern sie verschiebt sich einfach nur.“