Berlin, Köln, Bremen, Hamburg - Die Politik reagiere mit ihren Lockdown-Maßnahmen unangemessen auf die weiterhin bedrückende epidemiologische Situation der Pandemie. Sie habe es versäumt, sich mit „gut zugeschnittenen  Präventionsprogrammen“ auf den Herbst und Winter vorzubereiten. Stattdessen beobachte man eine „sich perpetuierende Aneinanderreihung von Lockdowns“. Doch diese hätten bisher nicht zum Erfolg geführt. So lautet  das Urteil einer Gruppe von Wissenschaftlern, die ein 111-seitiges Thesenpapier zur aktuellen Situation veröffentlicht haben. Ihr Urteil lautet: „Die Lockdown-Politik ist gerade für die vulnerablen Gruppen wirkungslos. “

Es ist bereits das siebte Thesenpapier einer Autorengruppe um den Mediziner Matthias Schrappe, Professor der Universität Köln, aus der Sicht der evidenzbasierten Medizin. Schrappe trat auch als Sachverständiger vor dem Gesundheitsausschuss des Bundestages auf. Zu den neun Autoren des Papiers gehören der Bremer Medizinrechtler Dieter Hart, die Pflegemanagerin Hedwig François-Kettner, ehemals Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit Berlin, der Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske und der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel.

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