Dieses recht heiter wirkende selbst gebastelte Coronavirus trug ein Teilnehmer einer Demonstration.
Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

BerlinFünf Monate sind vergangen, seit der Neurologe Ulrich Dirnagl in der Berliner Zeitung forderte, zur Corona-Pandemie möglichst viel „Evidenz zu sammeln“. Das bedeutet: Möglichst viele robuste Daten sollten zusammengetragen werden, um einen Weg aus der Krise zu finden. Ulrich Dirnagl ist Professor, Abteilungsleiter an der Charité und Leiter des Quest Centers am Berlin Institute of Health. Die Richtung, für die er sich stark macht, nennt sich evidenzbasierte Medizin.

Viel wurde in den vergangenen Monaten geforscht. Man stochert heute nicht mehr im Nebel, was Corona betrifft, wie es Ulrich Dirnagl noch im April sagte. Aber es wird ständig neue Evidenz gebraucht. Der Weg aus der Krise ist noch nicht gefunden. Die Corona-Politik müsse nicht nur die Forschung fördern, sondern vorhandene robuste Daten nutzen, um bereits jetzt ihre Strategie zu verändern, fordern Vertreter der evidenzbasierten Medizin in aktuellen Erklärungen. Denn das Virus werde die Gesellschaft länger begleiten, heißt es. Sie müsse lernen, mit ihm zu leben.

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