Das Corona-Virus, das zuerst in der chinesischen Metropole Wuhan aufgetreten ist.
Foto: Charité

BerlinNachdem sich das tödliche Corona-Virus immer weiter ausbreitet und es inzwischen auch Fälle der Lungenkrankheit in Frankreich gibt, hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) vor Hysterie in Berlin gewarnt. „Berlin ist gut vorbereitet für den Ernstfall“, sagte sie am Rande der SPD-Fraktionsklausur in Nürnberg. „Das Robert-Koch-Institut schätzt das Risiko in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt als gering ein“, sagte Kalayci. Allerdings könnten Einzelfälle auftreten. Darauf bereite man sich vor.

So wird am Sonntag an den Flughäfen eine große Plakataufklärung starten. Zudem sollen Aufklärungsflyer zielgerichtet an Reisende aus den Regionen, in denen das Virus aufgetreten ist, verteilt werden. Man arbeite eng mit der Charité, der Flughafen-Gesellschaft und den Rettungsdiensten zusammen, die im Ernstfall sofort reagieren können, so die Gesundheitssenatorin.

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Die Notaufnahmen und Rettungsdienste seien ausführlich informiert. "Berlin verfügt mit dem Institut für Virologie und der Sonderisolierstation an der Charité über eine sehr gute Ausstattung für den Fall der Einreise eines an 2019-nCoV erkrankten Patienten in Berlin", erklärte sie weiter.

Aktuell gibt es 1354 bestätigte Fälle. 41 Menschen starben bisher an dem Corona-Virus in China. Inzwischen sind auch drei bestätigte Fälle aus Frankreich bekannt geworden. 

Mehr als 50 Millionen Menschen stehen in China aktuell unter Quarantäne.