Syke/Bremen - Kinderhospiz und Lachen - das bringen viele Außenstehende nicht miteinander in Verbindung. Für Familie Kuhlemann aus Bremen jedoch gehört beides zusammen. Die achtjährige Emma war Ende 2020 mit ihrer Mama vier Wochen im Kinderhospiz Löwenherz im niedersächsischen Syke. „Sie hat so viel gelacht, das kannten wir gar nicht von ihr“, sagt Katharina Kuhlemann. Emma hat einen seltenen Gendefekt. „Sie entwickelt sich zurück“, erklärt ihre Mutter. Inzwischen ist Emma blind und wird über eine Magensonde ernährt. Sie kann nicht selbstständig sitzen oder stehen.

Zwei bis drei Mal pro Jahr geht Emma ins Kinderhospiz, mal allein, mal mit Mama und der gesunden Zwillingsschwester Sophie, mal mit der Oma. Bis zu 28 Tage im Jahr können sich Familien mit unheilbar kranken Kindern im Hospiz eine Auszeit vom Alltag nehmen, bezahlt von Spenden und der Krankenkasse. „Manchmal sind es Monate, oft Jahre, in denen die Eltern bis an den Rand der Erschöpfung gefordert sind“, sagt Dorota Walkusz, Pflegedienstleiterin bei Löwenherz.

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