Der lombardische Ort Codogna, nahe Mailand, glich am Samstag einer Geisterstadt. 
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BerlinCorona ist überall. Zum Glück noch nicht faktisch. Das neue Virus und die Krankheit, die es verursachen kann, hat sich hierzulande noch nicht ausgebreitet. Corona ist aber sehr wohl im Gespräch und das in zunehmendem Maß. Da rufen verunsicherte Eltern ihre bereits erwachsenen Kinder an, weil sie einen Rat hören möchten, ob sie eine im April geplante Italienreise absagen sollen.

In Italien eskaliert die Lage gerade. Italien ist das erste europäische Land, in dem Infektionsfälle in größerer Zahl auftreten. Raten kann man im Moment allerdings nur dazu, die Lage zu beobachten und abzuwarten. Es ist nicht einfach, die weitere Entwicklung bei der Ausbreitung dieses neuen Coronavirus einzuschätzen.

Italien-Deutschland: Die Verflechtungen werden dichter

Zurzeit sind Behörden und Virusexperten damit beschäftigt, Virenträger zu suchen und zu isolieren, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Das scheint zunehmend schwieriger zu werden. Waren die Verflechtungen unserer Gesellschaft mit der Ausbruchsregion in China anfangs noch überschaubar, kommt mit jeder Verbreitung eine exponentiell größere Anzahl möglicher Infektionswege dazu. Italien ist Deutschland schon allein geografisch näher, die Verflechtungen sind dichter.

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Die Frage, die sich bei allen Erwägungen stellt, ist diese: Haben die Experten die Risikofälle im Griff? Da es sich um ein Virus handelt, das zuweilen nur sehr milde Symptome verursacht, muss man davon ausgehen, dass die Infektion auch unbemerkt übertragen werden kann. Man kann deshalb eigentlich nur grundsätzlich dazu raten, die Lage und auch sich selbst etwas genauer zu beobachten als bisher. Bei Symptomen sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen.