BerlinDie Charité und der Krankenhauskonzern Vivantes haben von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit kurzfristig 1000 Impfstoffdosen erhalten. Seit Dienstagvormittag kann das medizinische Personal gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 vor Ort geimpft werden.

An der Charité begannen die Impfungen um 10 Uhr an den drei klinischen Standorten Campus Charité Mitte, dem Benjamin-Franklin-Campus und dem Virchow-Klinikum. Am Vivantes Klinikum Neukölln und am Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf ging es um 11 Uhr los. Die Impfungen werden bei Vivantes in den eingerichteten Personalimpfstellen der Standorte durchgeführt.

„Wir sind dankbar, dass es gelungen ist, Impfungen in einem ersten Schritt auch für diejenigen möglich zu machen, die seit Monaten besonders gefordert sind. Ärzte und Pflegekräfte arbeiten anhaltend an der absoluten Belastungsgrenze. Eine Impfung kann hier zumindest für mehr Sicherheit sorgen“, wird Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender Charité, in einer Pressemitteilung zitiert.

Zuerst werden Mitarbeitende der Covid-19-Intensivstationen und von weiteren Stationen, die Covid-19-Patienten behandeln, geimpft. Die Impfungen erfolgen zunächst bis einschließlich 31. Dezember.

Die Charité mit ihren rund 4500 Pflegekräften versorgt in Berlin die schwersten Covid-19-Fälle. Vivantes hat nach eigenen Angaben allein zwischen März und Mitte November fast jeden zweiten Berliner Corona-Krankenhausfall versorgt. Eine interne Umfrage des Konzerns hatte noch vor der Zulassung eines Impfstoffs ergeben, dass sich gut 70 Prozent der Beschäftigten gegen Corona impfen lassen würden.

Am Sonntag waren in Berlin die ersten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zum Schutz vor Covid-19 geimpft worden. Zur Eröffnung des ersten von sechs Impfzentren erhielten unter anderem Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen das Präparat, von dem jeweils zwei Dosen verabreicht werden müssen.

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