BerlinAlle Welt blickt auf die Entwickler von Impfstoffen gegen die Pandemie. Wichtig ist aber auch, die Behandlung von Covid-19 voranzubringen – mit neuartigen Wirkstoffen und mit neuen Anwendungen bewährter Mittel. Dabei gilt es zu beachten, dass die Erkrankung in zwei Phasen verläuft. In der Virusphase, also in den zehn bis vierzehn Tagen nach der Ansteckung, versprechen Therapien, die Sars-CoV-2 direkt angreifen, am ehesten Erfolg. In der zweiten Phase kommt es als Folge der Immunreaktion zu massiven Entzündungsreaktionen. Im Vordergrund steht dann weniger, das Virus zu bekämpfen, sondern die Entzündung zu hemmen und eventuell das überaktiv gewordene Immunsystem wieder zu beruhigen.

Bei schwerem Verlauf ist daher der bewährte Entzündungshemmer Dexamethason bislang das einzig verfügbare Mittel, sagt Leif Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Charité Berlin. „Remdesivir, Rekonvaleszentenplasma oder monoklonale Antikörper wirken hier vermutlich nicht“, ergänzt er. Insgesamt gibt es bislang nur ganz wenige Arzneien, die sich nach wissenschaftlichem Standard als nutzbringend erwiesen haben. Ein Überblick über die derzeit verfügbaren Medikamente.

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