Köln - Auf dem Weg zur Arbeit, schnell noch einen Coffee-to-go. Doch wie gesundheitsschädlich sind die Kaffeebecher?

„Die Innenseite der üblichen Coffee-to-go Becher sind mit Plastik beschichtet, damit der Kaffee die Pappe nicht aufweicht und der Becher dicht bleibt. Der Plastikdeckel enthält ebenfalls Kunststoffe. Auch die Druckfarbe auf dem Becher ist nicht ungefährlich“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Farbe, Schadstoffe und Weichmacher

„Denn wenn die Becher zum Verstauen ineinander gestapelt werden, kann sich die Farbe an der Innenseite des Bechers abreiben. Wird der Becher dann mit einem heißen Getränk befüllt, bewirken hohe Temperaturen in Verbindung mit Fett, beispielsweise aus der Milch, dass sich Schadstoffe von der Becherinnenseite und dem Deckel lösen und sich mit dem Getränk vermischen.“

Die verschiedenen, im Becher enthaltenen Stoffe wie Weichmacher, Mineralöle oder Schmiermittel stehen zum Beispiel im Verdacht, Einfluss auf den Hormonhaushalt zu nehmen.

Gelegentlicher Konsum aus Wegwerfbechern ist unbedenklich  

Zudem baut der Körper sie nur schwer und sehr langsam ab. Wie gefährlich diese Stoffe wirklich sind, ist bisher unter Forschern umstritten.

Der gelegentliche Gebrauch der Wegwerfbecher gilt als unbedenklich.

„Bei regelmäßigem Benutzen über einen längeren Zeitraum sind Langzeitschäden jedoch nicht auszuschließen“, sagt Dr. Wolfgang Reuter.

Eine gesunde und umweltfreundliche Alternative bieten eigene Thermobecher, die innen nicht beschichtet sind. In den meisten Fällen befüllen die Händler sie auch – und gewähren sogar manchmal einen kleinen Rabatt.