Berlin - Ein Blinder kann teilweise wieder sehen. Das ist kein biblisches Wunder, sondern eine der ersten praktischen Anwendungen von Erkenntnissen aus langjähriger Grundlagenforschung: Wie jüngst berichtet, kann dank der Optogenetik ein 58-jähriger Mann, der infolge der erblichen Krankheit Retinitis pigmentosa sein Augenlicht verloren hatte, erstmals seit 40 Jahren wieder grobe Umrisse erkennen.

Ein internationales Forschungsteam um den französischen Augenarzt José-Alain Sahel hat dafür ein lichtempfindliches Protein in Netzhaut-Zellen des Patienten eingeschleust. Nach monatelangem Training mit einer Spezialbrille konnte der Mann mit dem so behandelten Auge „verschiedene Gegenstände wahrnehmen, orten, zählen und berühren“, wie die Wissenschaftler kürzlich im Fachjournal Nature Medicine berichteten.

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