Indien, Mumbai: Arbeiter des Gesundheitswesens tragen Schutzkleidung und bereiten sich vor, in einem Slum Covid-19-Tests durchzuführen. 
Foto: dpa/SOPA Images/Ashish Vaishnav

Berlin - Wie verändert sich das Coronavirus? Wird es noch ansteckender, wird es aggressiver, oder schwächt es sich ab und verschwindet? Diese Frage stellen sich nicht nur Forscher, denn all das hat direkte Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie. Der jüngste Ausbruch in Peking hat die Debatte um die Veränderung des Virus befeuert. Auslöser soll eine mutierte Variante des Virus sein, die auch in Europa verbreitet ist und von außen nach China eingetragen wurde. Vorläufige Ergebnisse einer Studie des amerikanischen Scripps Research Institute deuten darauf hin, dass diese Variante von Sars-CoV-2 möglicherweise infektiöser ist als andere. 

„Das Virus ist mutiert!“, hört man Leute erschreckt ausrufen. Doch dieser Vorgang ist ganz normal und alltäglich. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Forscher weit über hundert Mutationen im Virusgenom identifiziert. Diese entstehen, weil die Viren ständig Kopien ihres Erbguts herstellen. Sie docken an Zellen an, schleusen dort ihre RNA ein und zwingen die Zellen, Millionen neuer Viren zu produzieren. Und das in kürzester Zeit. Dabei entstehen Kopierfehler, Mutationen. Häufig findet man bereits in einem einzelnen Patienten mehrere Virusvarianten. Die Mutationen lassen sich mithilfe der sogenannten Genom-Sequenzierung erkennen. Mit einer Anzahl von 30.000 Basen besitzen Coronaviren das größte Genom aller RNA-Viren. Und die Forscher suchen die Stellen und Abschnitte im Genom, an denen Viren sich unterscheiden. 

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